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"Rotkraut in der Schlauchverpackung schneidet in der Klimabilanz wesentlich besser ab als Rotkraut im Einwegglas", sagt Naturschützerin Katharina Istel. "Das gilt sogar dann noch, wenn der Beutel nicht recycelbar ist, weil er aus einem Materialmix von Kunststoff und Alubeschichtung besteht", so die Expertin. Ein Kilo Rotkraut im Einwegglas hat demnach 765 Gramm CO2-Äquivalente, während es bei einem Kilo in der Schlauchverpackung 398 Gramm CO2-Äquivalente sind.
Zur Erklärung: CO2-Äquivalente heißt eine standardisierte Maßeinheit. Sie dient dazu, Klimaauswirkungen unterschiedlicher Treibhausgase vergleichbar zu machen. Neben Kohlendioxid geht es etwa auch um Methan oder Lachgas.
"Rotkraut im Einwegglas ist durch seine Verpackung also fast doppelt so belastend für das Klima wie Rotkraut in der Schlauchverpackung", so Istel. Der Unterschied sei so groß, weil die Herstellung und das Recycling von Glas sehr aufwendig sind. "Für das Einschmelzen des Glases wird viel Energie benötigt."
Hinzu kommt, dass Glas schwerer ist und mehr Volumen einnimmt. "Wird das Kohlgemüse im Glas verpackt, können pro Lkw also weniger Kilogramm Rotkraut transportiert werden." Wer Wert auf klimaschonendes Einkaufen legt, sollte auf Rotkraut im Einwegglas also besser verzichten.
Rotkraut ist etwa reich an Vitamin C. Zudem enthält Rotkraut unter anderem Vitamin K und B-Vitamine sowie Magnesium, Kalium und Selen sowie Antioxidantien, die Zellen vor schädlichen freien Radikalen schützen können.
WIEN - ÖSTERREICH: FOTO: APA/APA/dpa-tmn/Patrick Pleul/Patrick Pleul
