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Osteoporose erkennen: Ursachen, Risiken und Vorbeugung

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©Pixabay, Mohamed Hassan

Sie ist die häufigste Erkrankung des Knochenstoffwechsels, tritt meistens mit zunehmendem Alter auf und kann lange Zeit unbemerkt bleiben: Osteoporose betrifft Schätzungen zufolge etwa 370.000 Frauen in Österreich und 90.000 Männer. Über Ursachen, kostenpflichtige Vitamin-D-Tests und die Relevanz von Krafttraining im Alter.

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Etwa bis zum 30. Lebensjahr baut der menschliche Körper Knochenmasse auf. Bis um das 50. Lebensjahr bleibt diese dann weitgehend konstant und nimmt dann – auch bei gesunden Menschen – natürlich ab. Kommt es zu einem vermehrten Abbau, spricht man von Osteoporose, auch Knochenschwundkrankheit genannt. Selbst geringe Belastung kann dann zu Brüchen führen.

Unterschätzte Krankheit

Alexander Bräuer ist Facharzt für Innere Medizin und Oberarzt in der Abteilung für Endokrinologie, Rheumatologie und Akutgeriatrie an der Klinik Ottakring und weiß: „Bei Osteoporose kommt es, durch einen Verlust von Knochengewebe zu einer verminderten mechanischen Stabilität und einem damit verbundenen erhöhten Risiko für Knochenbrüche, sogenannte Fragilitätsfrakturen.“

Brüche können dann schon bei geringer oder sogar ohne erkennbare Belastung entstehen, so der Arzt. „Daran beteiligt sind die beiden wesentlichen Zellen, die im Knochen für einen ständigen Umbau (‚Remodeling‘) sorgen: Die knochenaufbauenden Zellen – Osteoblasten – und die knochenabbauenden Zellen, die Osteoklasten.“ Ein Ungleichgewicht oder vermehrter Abbau führen zu einer verringerten Knochenmineraldichte, die sogenannte Mikroarchitektur der Knochen verschlechtert sich.

Überspitzt gesagt kann eine Osteoporose nur verhindert werden, wenn man sie nicht erlebt.

Alexander Bräuer, Facharzt für Innere Medizin und Oberarzt in der Abteilung für Endokrinologie, Rheumatologie und Akutgeriatrie an der Klinik Ottakring

Frauen häufiger betroffen als Männer

Frauen sind von Osteoporose etwa dreimal häufiger betroffen als Männer, erklärt Bräuer: „Das liegt vor allem daran, dass nach der Menopause der natürliche Schutz für den Knochen – das Östrogen – wegfällt.“ Aber auch bei Männern wird Osteoporose viel zu häufig übersehen. Eine Heilung gibt es bislang nicht: „Überspitzt gesagt kann eine Osteoporose nur verhindert werden, wenn man sie nicht erlebt.“

Der Facharzt rät deshalb, schon in jungen Jahren auf eine gute Knochengesundheit zu achten. „Dies kann mittels gesunder Ernährung und vor allem Bewegung – vor allem gewichtsbelastende Sportarten – erreicht werden. Somit kann eine möglichst gute Knochengesundheit für das spätere Leben erreicht werden.“ Auch der Verzicht auf Tabak und Alkohol und eine ausreichende Proteinversorgung, vor allem im höheren Alter, hält der Arzt für wichtige Maßnahmen. Gänzlich verhindern kann man die Entstehung einer Osteoporose aber nicht. ­„Regelmäßige Maßnahmen können aber das Risiko für Fragilitätsfrakturen vermindern.“

Kalzium und Vitamin D

Für gesunde Knochen sind Kalzium und Vitamin D unerlässlich. „Dieses ist streng genommen ein Hormon, welches jeder Mensch durch UV-Strahlung in der Haut selbst bilden kann. In Leber und Niere wird es zur aktiven Form umgewandelt. Es besitzt, neben dem in der Nebenschilddrüse gebildeten Parathormon, eine zentrale Rolle im Kalziumhaushalt des Körpers.“ Viele Menschen, vor allem Ältere, weisen aber nicht selten Mängel oder zumindest ernst zu nehmende Unterversorgungen auf: „Der größte Teil des Kalziums im Körper ist

Dieser Beitrag ist ursprünglich in der News-Printausgabe Nr. 43/2026 erschienen.

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