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Konkret droht eine Akanthamöben-Keratitis. Akanthamöben sind winzige Lebewesen, die natürlicherweise in Badeseen und Flüssen, im Meer und auch im Leitungswasser vorkommen.
Auf Kontaktlinsen - insbesondere den weichen Varianten - haften sie gut an, erklärt Augenarzt Geerling. Kommt es zu einer Mini-Verletzung der Hornhaut, etwa weil ein Staub- oder Sandkorn unter die Linse geraten ist, können die Amöben eindringen und eine Infektion auslösen.
Mit so einer Entzündung ist nicht zu spaßen: Sie bringt Augenschmerzen, ausgeprägte Lichtempfindlichkeit, verschwommenes Sehen und ein starkes Fremdkörpergefühl mit sich. Die Behandlung ist Geerling zufolge langwierig. Etwa jeder sechste Betroffene braucht eine Hornhauttransplantation.
Um sich vor einer Akanthamöben-Keratitis zu schützen, entfernt man am besten die Kontaktlinsen vor dem Schwimmen. Wer auf die Linsen gar nicht verzichten möchte, kann alternativ auch eine Schwimmbrille drüberziehen. "Sie muss aber gut abschließen und konsequent getragen werden", sagt Geerling.
Noch praktischer sind Schwimmbrillen mit Sehstärke. In vielen Fällen lassen sie sich modular zusammenbauen, sodass man für linkes und rechtes Auge unterschiedliche Sehstärken wählen kann.
Noch ein Tipp: Weil Akanthamöben auch im Leitungswasser vorkommen, sollten Kontaktlinsen niemals damit gereinigt werden, sondern nur mit dafür vorgesehenen Lösungen.
ESPENHAIN - DEUTSCHLAND: ++ ARCHIVBILD ++ (ARCHIVBILD VOM 21.8.2010) - FOTO: APA/APA/dpa/gms/Thomas Schulze/Thomas Schulze
