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Wenn sich nichts verbessert und der Unterschied zu Klassenkameraden immer größer wird, obwohl alle Lernempfehlungen befolgt werden, zeigt sich, dass kein Lernproblem vorliegt, sondern eine Funktionsstörung des Gehirns, so Prof. Gerd Schulte-Körne, Facharzt für Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie, in der Zeitschrift "Stiftung Warentest" (Ausgabe 07/2026).
Ihm zufolge ist in einem solchen Fall eine Diagnostik wichtig. Hier kann festgestellt werden, ob das Kind eine Lese-Rechtschreibstörung hat und ob gegebenenfalls noch weitere Störungen vorliegen - etwa eine Aufmerksamkeitsstörung.
Laut Bundesverband Legasthenie und Dyskalkulie (BVL) kann nur nach genauer Abklärung der Lese- und/oder Rechtschreibschwierigkeiten angemessen mit passenden Maßnahmen reagiert werden. Im Vorfeld der Diagnose sollten sich alle Beteiligten (Eltern, Schule, Lehrkräfte) eng abstimmen.
Heilbar ist eine Lese- und/oder Rechtschreibstörung in der Regel nicht. Dem BVL zufolge kann eine frühzeitige und gezielte Therapie aber helfen, Schwierigkeiten beim Lesen und Schreiben deutlich zu mindern und den Verlauf einer Legasthenie positiv zu beeinflussen.
Umso wichtiger ist es, einen qualifizierten Lerntherapeuten zu finden. Die Berufsbezeichnung Lerntherapeut basiert nicht auf einem anerkannten Ausbildungsberuf und ist auch nicht geschützt. Eltern sollten daher auf bestimmte Zertifikate achten, rät die Stiftung Warentest.
WIEN - ÖSTERREICH: FOTO: APA/APA/dpa-tmn/Christin Klose/Christin Klose





