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Hüft- oder Knie-OP in Wien: Über op-termin.wien gibt es das Erstgespräch meist in 21 Tagen

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Modell eines künstlichen Kniegelenks wird in einer Hand gehalten
Foto:©Unsplash/Judy Beth Morris

Wer in Wien ein künstliches Hüft- oder Kniegelenk braucht, kann sich über eine zentrale Plattform anmelden. Die Stadt zieht eine erste Bilanz: Erstgespräche gibt es in der Regel innerhalb von 21 Tagen. So funktioniert die Anmeldung und diese Kliniken nehmen teil.

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Wer in Wien eine neue Hüfte oder ein neues Knie braucht, muss sich den Weg zur Operation nicht mehr selbst von Spital zu Spital suchen. Über die Plattform op-termin.wien oder die Gesundheitsberatung 1450 melden sich Patientinnen und Patienten mit fachärztlicher Überweisung an und bekommen in der Regel innerhalb von 21 Tagen ein Erstgespräch in einer Klinik. Das haben die Stadt Wien, der Wiener Gesundheitsverbund und die Vinzenz Kliniken Wien am Montag in einer ersten Bilanz bekanntgegeben.

Die zentrale Anmeldung läuft seit Mai 2026 in einer Testphase. Seither wurden mehr als 460 Erstgespräche und über 245 OP-Termine vereinbart, die ersten 25 Operationen haben bereits stattgefunden. Pro Jahr sind über die Plattform knapp 3.000 Erstgespräche möglich.

So funktioniert die Anmeldung

Voraussetzung ist eine Überweisung durch eine Fachärztin oder einen Facharzt. Angemeldet wird entweder online auf op-termin.wien oder telefonisch über 1450, wofür die Plattform die Zeiten Montag bis Freitag von 8 bis 20 Uhr nennt. Bei der Anmeldung gibt man die Diagnose an, lädt die Zuweisung und vorhandene Befunde hoch und legt fest, worauf es einem mehr ankommt: einen möglichst frühen Termin oder eine bestimmte Wunschklinik.

Danach kommen per E-Mail mehrere Vorschläge für einen Ambulanztermin, aus denen man einen auswählt. Beim Erstgespräch in der Ambulanz wird gemeinsam mit der Klinik entschieden, ob und wann operiert wird. Die zentrale Steuerung endet an diesem Punkt, Planung und OP-Termin liegen dann bei der jeweiligen Klinik. Für den Ambulanztermin stellt die Plattform Checklisten für den Ersatz des Hüft- und des Kniegelenks bereit. Die Gesundheitsdaten werden laut Plattform nur für die Terminvermittlung verwendet und verschlüsselt übertragen.

Diese fünf Kliniken nehmen teil

Beteiligt sind drei Häuser des Wiener Gesundheitsverbunds und zwei der Vinzenz Kliniken Wien. Zum Gesundheitsverbund gehören die Klinik Donaustadt im 22. Bezirk, die Klinik Floridsdorf im 21. Bezirk und der Standort Penzing der Klinik Ottakring im 14. Bezirk. Dazu kommen das Herz-Jesu Krankenhaus im 3. Bezirk und das Orthopädische Spital Speising im 13. Bezirk.

Wer bei der Wahl der Klinik flexibel ist, kommt laut Stadt Wien schneller zum Erstgespräch. Michael Binder, Medizinischer Direktor des Wiener Gesundheitsverbunds, verweist darauf, dass die Erstgespräche in der Regel innerhalb von 21 Tagen stattfinden. Als Beispiel nennt die Stadt einen 67-jährigen Patienten, der sich im Juli über 1450 angemeldet hat, wenige Tage später sein Erstgespräch hatte und im August im Herz-Jesu Krankenhaus an der Hüfte operiert wurde.

Warum Wien die OP-Termine zentral steuert

Der Ersatz von Hüft- und Kniegelenken gehört zu den häufigsten planbaren Operationen. In Österreich werden jedes Jahr rund 40.000 künstliche Hüft- und Kniegelenke eingesetzt. Mit der zentralen Steuerung sollen Betroffene nicht mehr selbst bei mehreren Kliniken nach freien Terminen suchen müssen.

Gesundheitsstadtrat Peter Hacker (SPÖ) sagt, der Zugang zu solchen Eingriffen solle „leicht, transparent und fair sein“, das Ziel seien kürzere Wartezeiten. David Pötz, Geschäftsführer der Vinzenz Kliniken Wien, betont, entscheidend sei, dass Patientinnen und Patienten möglichst einfach zur passenden Versorgung kommen.

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