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MRT im Burgenland: Wartezeit sinkt auf 38 Tage, Kliniken vergeben Termine gemeinsam

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MRT-Gerät in einem Untersuchungsraum einer Klinik
Foto:©Pixabay/jarmoluk

Auf einen MRT-Termin warten Patientinnen und Patienten im Burgenland im Schnitt 38 statt 55 Tage. Jetzt legen die Landeskliniken ihre Kalender zusammen, und bis Mitte 2027 kommen zwei neue Geräte. Wo es am schnellsten geht und was für dringende Fälle gilt.

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Wer im Burgenland eine Magnetresonanztomographie braucht, kommt schneller an die Reihe als noch vor einem Jahr. Laut einer Erhebung der Sozialversicherung ist die durchschnittliche Wartezeit auf einen MRT-Termin im Burgenland binnen eines Jahres von 55 auf 38 Tage gesunken. Österreichweit ging sie im selben Zeitraum um acht Tage zurück.

Die Gesundheit Burgenland, die die Landeskliniken betreibt, will die Wartezeiten nun mit zwei Maßnahmen weiter senken: Ihre vier Kliniken vergeben MRT-Termine künftig gemeinsam, und bis Mitte 2027 gehen zwei zusätzliche Geräte in Betrieb. Das gab das Unternehmen am 16. Oktober bekannt.

Gemeinsame Terminvergabe über alle Kliniken

Bisher hing die Wartezeit stark davon ab, an welches Spital man überwiesen wurde. Künftig planen die Kliniken Kittsee, Güssing, Oberwart und Oberpullendorf ihre Termine gemeinsam, freie Kapazitäten an einem Standort stehen damit allen Patientinnen und Patienten offen. Ob man für einen früheren Termin einen weiteren Weg in Kauf nimmt, entscheidet jede und jeder selbst.

„Die Klinikgrenze zählt künftig nicht mehr“, sagt Florian Schlechtleitner, Geschäftsführer der Gesundheit Burgenland. Wie groß die Unterschiede sind, zeigt das Beispiel einer Untersuchung ohne Kontrastmittel: In Oberwart dauert es dafür rund acht Wochen, in Kittsee etwa zwei.

So lange wartet man in Kittsee, Güssing und Oberwart

Mitte Oktober betrug die Wartezeit für eine MRT ohne Kontrastmittel in Kittsee zwei Wochen und drei Tage, in Güssing vier Wochen und zwei Tage und in Oberwart zehn Wochen und einen Tag. Deutlich länger dauert es, wenn ein Kontrastmittel nötig ist: In Kittsee sind es neun Wochen, in Güssing 13 Wochen und einen Tag, in Oberwart 19 Wochen und drei Tage.

Diese Zeiten gelten für geplante ambulante Untersuchungen mit Zuweisung. Notfälle und Patientinnen und Patienten nach Unfällen werden laut Gesundheit Burgenland sofort untersucht, medizinisch dringende Untersuchungen kommen ohne Warteliste dran. Dringende Zuweisungen von Hausärztinnen und Hausärzten werden vorgereiht.

Zwei neue Geräte für Oberwart und Oberpullendorf

Zusätzliche Kapazität bringt zunächst ein neues MRT-Gerät im Krankenhaus der Barmherzigen Brüder in Eisenstadt, das kürzlich in Betrieb gegangen ist. In der Klinik Oberwart, dem Schwerpunktspital des Landes, soll im ersten Quartal 2027 ein neues 3-Tesla-Gerät starten. Die Klinik Oberpullendorf erhält im zweiten Quartal 2027 erstmals ein eigenes MRT mit 1,5 Tesla.

Ab Mitte 2027 sollen die Kapazitäten nach Angaben der Gesundheit Burgenland ausreichen, um den Bedarf im Land zu decken. „Die MRT-Wartezeiten sind ein wichtiges Thema“, sagt Landeshauptmann Hans Peter Doskozil (SPÖ), der im Land auch für Gesundheit zuständig ist. Geschäftsführer Schlechtleitner betont, dass es Geräte und neue Organisation zugleich brauche: „Nur eines von beiden würde nicht reichen.“

Wie das Burgenland im Österreich-Vergleich liegt

Die Sozialversicherung erhebt die Wartezeiten bei 83 Vertragsinstituten und Spitalsgeräten in ganz Österreich, und zwar für drei Körperregionen. Am längsten wartet man österreichweit auf eine MRT des Oberbauchs, meist mit Kontrastmittel, nämlich rund 30 Tage. Beim Knie sind es 15 Tage, bei der Lendenwirbelsäule 17 Tage.

An Spitalsgeräten dauert es im Schnitt 25,4 Tage, bei niedergelassenen Instituten 19 Tage. Die Werte für einzelne Bundesländer beruhen teils auf kleinen Fallzahlen und schwanken daher stärker. Wer einen Termin sucht, sollte bei der Zuweisung nachfragen, ob eine Untersuchung mit oder ohne Kontrastmittel nötig ist, denn davon hängt die Wartezeit im Burgenland am stärksten ab.

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