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Das schreiben sie in einer Studie in der Fachzeitschrift "Psychotherapy and Psychosomatics". Für die Untersuchung begleitete das Forschungsteam unter Leitung der privaten Kalaidos Fachhochschule 32 Erwachsene während 26 Wochen beim Ausschleichen eines Antidepressivums. An der Studie waren auch die Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW), die Universität Zürich (UZH) und das Kings College London beteiligt.
Die Untersuchung zeigte ein klares Muster: In Phasen, in denen die Dosis eines Antidepressivums reduziert wurde, nahmen Symptome wie Nervosität, Reizbarkeit oder Stimmungsschwankungen signifikant zu. Blieb die Dosis hingegen stabil, gingen diese Symptome wieder zurück. Die Forschenden beschrieben diesen Verlauf als "wellenartig".
Dieses Muster sei charakteristisch für Entzugserscheinungen und nicht für einen Rückfall in eine Depression oder Angststörung, die sich typischerweise langsamer entwickelten, betonten die Forschenden. Ein Rückfall einer psychischen Störung entwickle sich typischerweise langsamer.
Die Studienautoren leiten daraus eine Empfehlung für die Praxis ab. "Wer nach einer Dosisreduktion rasch emotionale Beschwerden entwickelt, braucht in den meisten Fällen nicht mehr Medikament, sondern sollte langsamer und mit kleineren Dosisreduktionen absetzen", wird Studienleiter Michael Hengartner in einer Mitteilung der Kalaidos Fachhochschule zur Studie zitiert.
ILLUSTRATION - Wer mit seiner Antidepressiva-Therapie aufhören will, tut dies am besten nur mit engmaschiger ärztlicher Betreuung. (zu dpa: «Antidepressiva: Keine Angst vor Absetzsymptomen») Foto: Annette Riedl/dpa/dpa-tmn - Honorarfrei nur für Bezieher des dpa-Themendienstes +++ dpa-Themendienst +++
