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Photosynthese bis Eis - Europas neue Erdbeobachter ins All gestartet

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"FLEX" nimmt die Photosynthese-Aktivität auf der Erde unter die Lupe
©ESA, APA, ATG medialab
Am europäischen Weltraumbahnhof in Kourou in Französisch-Guyana ist in der Nacht auf Dienstag der erste Satellit ins All gestartet, der aus seinem Orbit aus die Photosynthese-Aktivität der Pflanzen messen soll. Neben dem neuartigen "Fluorescence Explorer" (FLEX) bekam auch die bereits bestehende Erdbeobachtungsflotte des "Copernicus"-Programmes der EU-Kommission weiteren Zuwachs, wie die europäische Raumfahrtbehörde ESA mitteilte. Auch Austro-Technik fliegt mit.

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Der für 3.21 Uhr mitteleuropäischer Zeit anberaumte Start der Satelliten erfolgte an Bord einer Vega-C-Rakete vom in Südamerika gelegenen französischen Überseegebiet aus. Mit FLEX geht nun eine neue Erdbeobachtungsmission an den Start. Ihr Ziel ist es, über neuartige Messgeräte von der Erdumlaufbahn in 814 Kilometern Höhe aus schwache, für das menschliche Auge nicht sichtbare Lichtabstrahlung (Fluoreszenz) der Vegetation auf der Erde bei der Photosynthese zu erfassen. Die auf dreieinhalb Jahre anberaumte Mission misst ein minimales "Glühen" in bestimmten Lichtfrequenzbereichen, die auf die Aktivität des Chlorophylls und damit auch auf den Zustand der Pflanzen rückschließen lässt.

Sind sie diversen Stressoren, wie Hitze, Trockenheit oder Krankheiten ausgesetzt, ändert sich das Signal leicht, das mit FLEX analysiert werden kann. Die neuen Messungen aus dem All sollen bisherige erdbasierte Analysen ergänzen und den Aufbau einer echten globalen Landkarte des Zustandes der Vegetation über die Zeit hinweg ermöglichen. So geht es darum, u.a. Umweltbelastungen und die Auswirkungen des Klimawandels nachvollziehen zu können. So lässt sich auch indirekt darauf schließen, wie Kohlenstoff und Wasser sozusagen durch die Biosphäre geschleust werden.

Der zweite Passagier der Vega-Rakete hört auf den Namen "Copernicus Sentinel-3C" und ist rund 1.150 Kilogramm schwer. Er ist der dritte Vertreter der Sentinel-3-Reihe. Ähnlich wie seine beiden Vorgänger wird er Daten über die Ozeane, die Beschaffenheit der Landmassen, die Verteilung des Eises auf der Erde und die Atmosphäre sammeln. Die Mission der ESA und der europäischen meteorologischen Satellitenagentur EUMETSAT dient u.a. der Verbesserung von Wettervorhersagen, der Überwachung des Klimas sowie der wissenschaftlichen Forschung und ist Teil des weltweit führenden Erdbeobachtungsprogramms der EU "Copernicus".

Für beide Satelliten lieferte das Wiener Weltraumunternehmen Beyond Gravity Austria jeweils die Thermalisolierung, die die Hightech-Geräte gegen die harschen All-Bedingungen schützt, und die Navigationsempfänger. Mit letzteren können die Positionen der Satelliten genau dokumentiert werden, was für die Qualität der gesammelten Umweltdaten entscheidend ist.

(S E R V I C E - https://www.esa.int/Applications/Observing_the_Earth/FutureEO/FLEX ; https://earth.esa.int/eogateway/missions/flex ; https://www.esa.int/Space_in_Member_States/Germany/Copernicus )

KOUROU - FRANKREICH: FOTO: APA/APA/ESA/ATG medialab/ESA/ATG medialab

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