ABO

TGW Logistics steigert Umsatz um 29 Prozent auf 1,37 Milliarden Euro

Subressort
Aktualisiert
Lesezeit
4 min
Christoph Wolkerstorfer, Sebastian Wolf und Henry Puhl vom Vorstand der TGW Logistics
Der TGW-Vorstand: Christoph Wolkerstorfer, Sebastian Wolf und Henry Puhl©TGW Logistics Group/APA-Fotoservice/Philipp Greindl

Der oberösterreichische Intralogistik-Spezialist TGW Logistics meldet für das Geschäftsjahr 2025/26 einen Rekordumsatz und einen Auftragseingang von 1,75 Milliarden Euro. Bis 2030 sollen es zwei Milliarden Euro Umsatz werden, ein neuer Standort in Indien soll dabei helfen.

News auf Google bevorzugen

Der Intralogistik-Spezialist TGW Logistics aus Marchtrenk in Oberösterreich hat im Geschäftsjahr 2025/26, das von Juli 2025 bis Ende Juni 2026 lief, 1,37 Milliarden Euro umgesetzt. Das entspricht einem Plus von 29 Prozent und ist nach Unternehmensangaben der höchste Umsatz der Firmengeschichte. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) stieg auf 54,4 Millionen Euro, der Auftragseingang erreichte mit 1,75 Milliarden Euro ein Allzeithoch.

TGW plant und errichtet hochautomatisierte Logistikzentren für internationale Kunden aus dem Lebensmittelhandel, der Modebranche sowie der Industrie- und Konsumgüterbranche. Die Belegschaft wuchs im abgelaufenen Geschäftsjahr um 400 auf 5.063 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. „Eine Umsatzsteigerung von 29 Prozent ist selbst in einer dynamischen Branche wie der Intralogistik außergewöhnlich und bestätigt unseren strategischen Wachstumskurs“, sagt Vorstandschef Henry Puhl.

Zwei Milliarden Euro Umsatz bis 2030

Zu den Kunden, die sich im vergangenen Geschäftsjahr für TGW entschieden haben, zählen laut Unternehmen die britische Handelskette Marks & Spencer, dm drogerie markt in Deutschland und Österreich, Bausch + Lomb in den Niederlanden sowie der Schweizer Onlinehändler Galaxus. Auf dieser Basis will TGW weiter wachsen: Bis 2030 soll der Umsatz nach den Worten von Puhl die Marke von zwei Milliarden Euro übersteigen.

60 Millionen Euro für Forschung und Entwicklung

In Forschung und Entwicklung investierte das Unternehmen 60 Millionen Euro, rund 4,4 Prozent des Umsatzes. Als Beispiel nennt TGW den Taschensorter SmartPocket, der auf autonome Roboter setzt und flexibel skalierbar sein soll. Das System wurde mit dem German Innovation Award 2026 ausgezeichnet. Weitere Schwerpunkte legt TGW auf Robotik und Künstliche Intelligenz. Im Mittelpunkt stehe dabei stets der Mehrwert für die Kunden, sagt Technikvorstand Christoph Wolkerstorfer.

Neuer Standort in Indien

Ende Oktober eröffnet TGW im westindischen Pune seine 25. Niederlassung. Das dortige Global Service Center soll sich auf Engineering und Softwareentwicklung konzentrieren und eng mit den Fachbereichen in Europa, Nordamerika und Asien zusammenarbeiten. Finanzvorstand Sebastian Wolf begründet den Schritt mit dem Fachkräftemangel: In Pune erhalte TGW Zugang zu qualifizierten Fachkräften, die an anderen Standorten zunehmend schwerer zu finden seien. In Europa und Nordamerika werde aber unverändert investiert.

Sechs Millionen Euro für die Belegschaft

Am Ergebnis beteiligt TGW auch die Belegschaft: Für das Geschäftsjahr 2025/26 schüttet das Unternehmen im Rahmen einer Mitarbeiterbeteiligung sechs Millionen Euro aus. Alle Beschäftigten erhalten denselben Sockelbetrag und können zwischen einer Einmalzahlung und zusätzlichen Urlaubstagen wählen. Eigentümerin von TGW Logistics ist die TGW Future Privatstiftung.

Über die Autoren

Logo
Monatsabo ab € 21,75
Ähnliche Artikel
2048ALMAITVEUNZZNSWI314112341311241241412414124141241TIER