Nachhaltig für die Region Murau: TVB Murau Geschäftsführer Lukas Bencsics, TVB Murau Obmann Heimo, Feiel, Nachhaltigkeitsbeauftragte Marie-Christine Romirer und Rainer Stifter bei der Auftaktveranstaltung.
©Roland RappitschDie Region Murau will das Österreichische Umweltzeichen erreichen und setzt dabei auf breite Beteiligung. Vier Green Teams sollen konkrete Maßnahmen für nachhaltige Mobilität, Energie, Kulinarik, Freizeit sowie Natur und Umwelt entwickeln.
Die Region Murau hat den Prozess zur Zertifizierung mit dem Österreichischen Umweltzeichen gestartet. Bei einer Auftaktveranstaltung wurden die Anforderungen und Ziele vorgestellt. Gleichzeitig fiel der Startschuss für einen Beteiligungsprozess, bei dem Bewohnerinnen und Bewohner, Betriebe, Gemeinden, Vereine und weitere regionale Akteure eingebunden werden.
„Das Österreichische Umweltzeichen ist für uns nicht nur eine Zertifizierung. Es ist vor allem ein gemeinsamer Prozess, bei dem wir Bestehendes weiterentwickeln, voneinander lernen und neue Ideen umsetzen wollen“, sagt Geschäftsführer Lukas Bencsics.
Vier Green Teams entwickeln konkrete Maßnahmen
Im Mittelpunkt stehen vier Green Teams zu den Themen „Energie, Verkehr & Klima“, „Freizeit, Sport & Kultur“, „Gastronomie & Kulinarik“ sowie „Natur & Umwelt“. Bei einem ersten Brainwalk sammelten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer Ideen, Herausforderungen und mögliche Lösungen.
Im Bereich Energie und Mobilität reichen die Vorschläge von einer Energie Checkliste für Betriebe über einen dichteren öffentlichen Verkehr und zusätzliche Radwege bis zum Ausbau der Ladeinfrastruktur. Auch erneuerbare Energien, Speicherlösungen und alternative Antriebe wurden diskutiert. Begleitet wird das Green Team von KEM Manager Jürgen Riegler von der Holzwelt Murau.
Regionalität und nachhaltiger Tourismus
Das Green Team „Freizeit, Sport & Kultur“ beschäftigt sich unter anderem mit nachhaltigen Veranstaltungen, Besucherlenkung und dem Zusammenspiel von Tourismus, Landwirtschaft und Naturschutz. Bestehende Wanderwege, Weitwanderwege und Tälerbusse sollen stärker mit nachhaltiger Mobilität verbunden werden.
In der Gastronomie liegt der Fokus auf regionalen und saisonalen Lebensmitteln. Ziel ist es, Lieferketten innerhalb der Region zu stärken und Landwirtschaft, Produzenten, Gastronomie und Tourismus besser zu vernetzen. Bauernläden, Bauernmärkte, Naturpark Spezialitäten und regionale Leitprodukte bilden dafür eine bestehende Basis.
Natur und Kulturlandschaft schützen
Das vierte Green Team widmet sich dem langfristigen Erhalt der Natur und Kulturlandschaft. Im Fokus stehen eine bessere Besucherlenkung, Umweltbildung und die stärkere Zusammenarbeit von Landwirtschaft, Tourismus, Naturpark und Gemeinden. Begleitet wird die Gruppe von Maria Luise Mürzl, Geschäftsführerin des Naturparks Zirbitzkogel Grebenzen.
Über alle vier Bereiche hinweg verfolgt die Region ein gemeinsames Ziel: Neben langfristigen Projekten sollen rasch umsetzbare Maßnahmen entstehen. Bestehende Angebote sollen besser vernetzt und regionale Kooperationen ausgebaut werden. Damit soll der Weg zum Österreichischen Umweltzeichen zugleich zum gemeinsamen Entwicklungsprozess für die Region Murau werden.