Große Freude bei den ausgelosten Partnerorganisationen nach der Neuauflage der legendären Gelddusche im Rahmen des 40-Jahr-Jubiläums der Österreichischen Lotterien.
©Christian HusarBei der Feier im Wiener Konzerthaus kehrte die Gelddusche zurück. Das gesammelte Geld geht an Museen, Bühnen, Sozialprojekte und Hilfsorganisationen.
Die Österreichischen Lotterien haben Anfang September im Wiener Konzerthaus ihr 40-jähriges Bestehen gefeiert. Rund 360 Gäste nahmen an dem Abend teil. Insgesamt kamen dabei mehr als 56.000 Euro für soziale, kulturelle und inklusive Projekte zusammen.
Neuauflage der Gelddusche
Im Mittelpunkt stand eine Neuauflage der Gelddusche. Aus mehr als 30 Partnerorganisationen wurden vier gezogen, deren Vertreter in der Gelddusche Geld für ihre Organisation sammeln konnten:
Österreichischer Kabarettpreis: 7.800 Euro, erspielt von Danilo Kamper-Campisi
Naturhistorisches Museum Wien: 7.300 Euro, erspielt von Max Pohanka
Vereinigte Bühnen Wien: 5.200 Euro, erspielt von Ulrike Spann
Wien Work Integrative Betriebe: 4.300 Euro, erspielt von Roland Schafek
Der Vorstand der Lotterien verdoppelte die Beträge. Damit stieg die Summe aus der Gelddusche auf knapp 50.000 Euro.
Spende statt Give-away
Statt Gastgeschenken stellten die Lotterien pro Gast 20 Euro zur Verfügung. Die Gäste entschieden selbst, welche von vier Organisationen das Geld erhält. So kamen weitere rund 7.000 Euro für das Kinderhospiz Lichtblickhof, die Bergrettung, die Lebenshilfe Österreich und die Caritas Mutter-Kind-Häuser Immanuel & Frida zusammen.
Generaldirektor Erwin van Lambaart bezeichnete das Jubiläum als Anlass, der Gesellschaft etwas zurückzugeben. Die Spenden zeigten, „was möglich ist, wenn viele Menschen gemeinsam Verantwortung übernehmen“.
Wofür die Organisationen das Geld verwenden
Der Österreichische Kabarettpreis hatte nach Angaben von Vereinsobfrau Julia Sobieszek heuer wegen Einsparungen und Teuerung eine Finanzierungslücke. Mit der Spende müsse der Verein weder Preisgelder kürzen noch auf geplante Projekte wie eine neue Website verzichten.
Das Naturhistorische Museum Wien will das Geld laut Generaldirektorin Katrin Vohland in die Restaurierung seiner Vogelsammlung stecken. Konkret soll eine Vitrine für die Neueröffnung der Vogelsäle restauriert werden.
Bei Wien Work fließen die verdoppelten 8.600 Euro in den Sozialfonds des Betriebsrats. Geschäftsführer Christoph Parak zufolge soll der Fonds damit Beschäftigten in finanziellen Notlagen in den kommenden Jahren rasch helfen können.
Die Vereinigten Bühnen Wien finanzieren mit der Spende ihr Format „Relaxed Performance“. Dabei wird eine Musicalproduktion mit angepasstem Licht und reduzierter Lautstärke gezeigt, das Publikum kann sich während der Vorstellung bewegen und den Saal verlassen. Das Angebot richtet sich vor allem an Menschen mit Behinderungen, Lernschwierigkeiten und neurodivergente Menschen, steht aber allen offen. Die nächste Vorstellung dieser Art ist am 4. April 2027 mit dem Musical „Maria Theresia“ geplant, gemeinsam mit der Österreichischen Autistenhilfe.
Die Jubiläumsgala erhielt für ihr ressourcenschonendes Veranstaltungskonzept zudem das Prädikat „ÖkoEvent der Stadt Wien“.
