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Notrufnummern in Österreich: 112, 122, 133, 144 & Co. im Überblick

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Feuerwehr 122, Polizei 133, Rettung 144, Euronotruf 112: Welche Nummer wann gilt, was Gehörlose und Wanderer beachten müssen und welche Nummern sonst noch wichtig sind.

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Es brennt, jemand ist verletzt oder es wird eingebrochen: In Österreich gibt es mehrere Notrufnummern, aber eine Faustregel für den Ernstfall. Die 112 kann von jedem Telefon aus kostenlos gewählt werden, auch bei gesperrtem Handy. Wer die Nummer der zuständigen Stelle kennt, erreicht sie direkt: Feuerwehr 122, Polizei 133, Rettung 144.

Dieser Überblick zeigt, welche Nummer wann gilt, was bei Gehörlosigkeit, in den Bergen und in seelischen Krisen zu beachten ist und wie ein Notruf richtig abläuft.

Euronotruf 112: Eine Nummer für ganz Europa

Die 112 gilt in der gesamten EU. In Österreich kann sie seit 1993 zusätzlich zu den bekannten Nummern gewählt werden, die Anrufe werden direkt an die jeweilige Polizeileitstelle weitergeleitet. Der Anruf ist kostenlos und auch bei gesperrten Mobiltelefonen möglich.

Wer unsicher ist, welche Stelle zuständig ist, wählt deshalb einfach 112. Jedes Jahr am 11. Februar erinnert der Tag des Euronotrufs an die Nummer. Auch Fahrzeuge können Hilfe rufen: Rund zwei Millionen österreichische Autos haben eCall an Bord, 2025 wurden laut VOL.AT 21.000 eCall-Notrufe registriert.

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Die Feuerwehr ist unter 122 erreichbar.

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Feuerwehr, Polizei, Rettung: Die klassischen Nummern

Für die häufigsten Einsätze gibt es drei dreistellige Nummern: 122 für die Feuerwehr, 133 für die Polizei und 144 für die Rettung. Bei Gasgebrechen ist der Gasnotdienst unter 128 erreichbar.

Ist ein Einsatz mehrerer Stellen nötig, etwa bei einem Verkehrsunfall mit Verletzten, genügt ein Anruf. Die Leitstelle verständigt die übrigen Einsatzkräfte.

Gesundheit: 144, 141, 1450 und Vergiftungen

Bei lebensbedrohlichen Situationen wie Bewusstlosigkeit, starken Blutungen oder Verdacht auf Herzinfarkt und Schlaganfall gilt: sofort die 144 oder die 112 wählen.

Für gesundheitliche Probleme ohne Notfallcharakter gibt es die telefonische Gesundheitsberatung 1450, wie gesundheit.gv.at festhält. Außerhalb der Ordinationszeiten ist der Ärztenotdienst unter 141 erreichbar.

Bei Vergiftungen, etwa wenn ein Kind Reinigungsmittel oder Tabletten geschluckt hat, berät die Vergiftungsinformationszentrale unter 01 406 43 43. Bei Bewusstlosigkeit oder Atemnot gilt auch hier: 144.

In den Bergen: Bergrettung 140

Bei Unfällen und Notlagen im Gebirge ist die Bergrettung unter 140 erreichbar. Wer wandert, sollte die Nummer griffbereit haben und im Notfall Standort, Zahl der Beteiligten und Art der Verletzung durchgeben. Funkloch? Dann hilft oft schon der Euronotruf 112, weil sich das Handy in jedes verfügbare Netz einbuchen kann.

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Bei Notfällen in den Bergen ist die Bergrettung unter 140 erreichbar.

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Kinder, Jugendliche und seelische Krisen

Nicht jeder Notfall braucht ein Einsatzfahrzeug. Für Kinder und Jugendliche gibt es den Notruf 147. Wer in einer seelischen Krise Gesprächsbedarf hat, erreicht rund um die Uhr die Telefonseelsorge unter 142. Auch die Ö3-Kummernummer (116 123) bietet ein offenes Ohr.

Notruf ohne Sprechen: Gehörlose und stiller Notruf

Gehörlose und hörbeeinträchtigte Menschen können die Polizei per SMS oder Fax unter 0800 133 133 erreichen. Zusätzlich gibt es die App DEC112, mit der ein Notruf per Text-Chat abgesetzt werden kann. Laut oesterreich.gv.at ist über die App auch ein stiller Notruf möglich, wenn bei akuter Gefahr kein Sprechen möglich ist.

Gewarnt werden: AT-Alert und Sirenen

Nicht nur wer Hilfe ruft, auch wer gewarnt wird, ist im Notfall besser dran. Seit Herbst 2024 verschickt das Innenministerium Warnungen über AT-Alert direkt aufs Handy, ohne App und Anmeldung. Wofür die Sirenensignale stehen, erklärt der Artikel zum Sirenenalarm. Wie man sich auf Krisen vorbereitet, steht im Beitrag zum Zivilschutz.

Quellen: oesterreich.gv.at, gesundheit.gv.at, VOL.AT. Stand: Oktober 2026.

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