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Der Heumarkt hat in den vergangenen Jahren regelmäßig für Schlagzeilen gesorgt. Das lag nicht am Geschehen am Eislaufplatz, sondern an der schier endlosen Debatte um den Neubau des benachbarten Hotels Intercontinental und der damit einhergehenden Adaptierung des Gesamtkomplexes. Die Höhe der geplanten Hochhaus-Türme beförderte die Wiener Innenstadt sogar auf die Rote Liste des gefährdeten UNESCO-Weltkulturerbes.
Inzwischen wurde die Welterbestätte dort wieder gestrichen. Im Eislaufverein nimmt man dies zur Kenntnis. Unmittelbare Auswirkungen auf den Tagesbetrieb gibt es dadurch nicht, wird versichert. Allerdings wird das Thema vorübergehende Absiedlung wieder virulent. Denn während des Umbaus des Areals kann der Betrieb am Heumarkt nicht aufrechterhalten werden.
Die Gespräche in Sachen Ausweichquartier kommen nun wieder in Gang, erläuterte Meixner. "Wo es sein wird, ist aber noch offen." Der Schwarzenbergplatz, der hier eine Zeit lang ventiliert wurde, ist derzeit dem Vernehmen nach kein Kandidat mehr. Auch der Zeitplan ist noch völlig unklar.
Ungeachtet dessen werden der Eislaufplatz und die dazugehörige Infrastruktur weiter in Schuss gehalten und erneuert. Nicht nur die Kühltechnik oder die Eismaschinen wurden in den vergangenen Monaten gewartet, man hat sich auch dem Eishockeybereich gewidmet, der rund ein Drittel der Eisfläche einnimmt. Er erhielt neue Banden, eine neue Verglasung ist ebenfalls kürzlich montiert worden.
Weiters wurden Spielerbänke eingebaut. Dazu gesellen sich außerhalb des Spielfelds ein neuer VIP-Bereich und ein Buffet. In der Eishalle wurden die Garderoben erneuert. Auch eine eigene Schiedsrichterkabine wurde dort errichtet.
Darüber, wie hoch die Kosten für die Maßnahmen waren, möchte Meixner nicht sprechen. Sie seien jedoch "erheblich" gewesen, verriet er. Dass auch die Ausgaben etwa für Energie zum Teil deutlich gestiegen sind, werden letztendlich auch die jährlich rund 300.000 Besucherinnen und Besucher spüren. Die Preise sind für die kommende Saison geringfügig erhöht worden.
Einnahmen werden jedoch nicht nur im Winter generiert. Denn die sich über 6.000 Quadratmeter erstreckende Fläche des Eislaufvereins ist eine Ganzjahres-Location. Sie wird für Veranstaltungen vermietet.
Der Wiener Eislaufverein wurde 1867 gegründet. Gewirtschaftet wird als gemeinnütziger Privatbetrieb. Das Areal selbst ist langfristig gepachtet.
