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Bakterien per Luftpost: Grazer Forschende zeigen Transatlantiktransport auf

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Im Amazonas-Regenwald finden sich Spuren aus Afrika
©EFE, Marcelo Sayao, APA
Ein Team um Bettina Weber von der Universität Graz hat bei Messungen in verschiedenen Luftschichten über dem Amazonas-Regenwald allerhand Atlantik-Überquerer aus Afrika festgestellt. Zusammen mit Kolleginnen und Kollegen aus Deutschland und Brasilien berichten die Forschenden von einer Mikrobenmischung in der südamerikanischen Luft, von der ein Teil ihren Ursprung in afrikanischen Wüstenregionen hat. In der Fachzeitschrift "Nature Communications Earth & Environment" zeigt man nun, dass Saharastaub im Jahr 2020 sogar zahlreiche Bakterien in Richtung Amazonas trug, deren eigentlicher Lebensraum in Nordafrika liegt, teilte die Uni Graz in einer Aussendung mit.

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"Böden in Trockengebieten und Wüsten sind weitgehend von mikrobiellen Gemeinschaften besiedelt, den sogenannten biologischen Bodenkrusten. Genetisch stimmen die Bakterien mit Organismen aus der Sahara überein, was belegt, dass sie aus afrikanischen Bodenkrusten mit dem Wind über den Atlantik bis in Brasiliens Regenwald transportiert werden", wird Weber zitiert. Ob und wie der exotische Lufteintrag sich etwa auf die Gesundheit von Menschen auswirkt, wollen die Wissenschafter weiter untersuchen. Aus der Karibik gebe es etwa Berichte, dass Saharastaub derart weit weg beispielsweise Asthma-Anfälle fördert. Inwieweit die weit gereisten Mikroben noch lebensfähig sind, wolle man auch weiter untersuchen.

Service: Link zur Studie: https://doi.org/10.1038/s43247-026-04119-1

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