von
Im Ländervergleich liegt Österreich mit durchschnittlich 9,6 von 100 möglichen Punkten hinter Deutschland (11,2) und der Schweiz (14,3). Untersucht wurden 172 österreichische Häuser, teilte die Agentur dieser Tage mit. Die Sichtbarkeitswerte sind hier modellbasiert und als richtungsweisend zu verstehen, nicht als exakte Messung einzelner Betriebe.
Nicht gemessen wurde der praktisch immer gegebene Fall, dass ein KI-System ein Hotel kennt. Gemessen wurde, ob die KI ein Haus empfiehlt, wenn ein Gast ohne Markennamen nach einer Unterkunft für eine Region oder einen Anlass fragt. Alle Anfragen mit Markenbezug wurden aus der Auswertung entfernt.
"Genau in dieser Situation entstehen neue Gäste", sagt Harald Fischl, Geschäftsführer von maxonline. "Der Gast kennt das Haus ja noch nicht. Er fragt nach einem Wanderurlaub mit Hund oder einem Wellnesswochenende — und bekommt drei bis fünf Namen genannt. Wer da nicht dabei ist, wird nicht schlechter bewertet. Er kommt gar nicht erst vor."
Der Programmentwickler von AI Prompt Scores, Online Birds, sagt, dass 34,3 Prozent aller geprüften Hotels einen Score von 0 erzielen und damit in keiner einzigen relevanten KI-Empfehlung erscheinen. Das typische Hotel erreiche lediglich 2,5 Punkte (jede Nennung in einer beantworteten KI-Anfrage entspricht einem Punkt). Fast 60 Prozent der Betriebe liegen bei fünf Punkten oder darunter. Es gebe viel mehr Potenzial.
"Die erste Google-Seite war lange das Ziel. Heute entscheidet zunehmend, ob ein Hotel überhaupt Teil einer KI-Antwort wird", so Philipp Ingenillem von Online Birds in einer Aussendung. "Suchmaschinenoptimierung bleibt ein zentraler Bestandteil digitaler Sichtbarkeit. Wer jedoch künftig von KI-Systemen empfohlen werden möchte, muss seine digitale Präsenz ganzheitlich weiterentwickeln." KI bewerte nicht nur einzelne Webseiten, sondern das Zusammenspiel zahlreicher digitaler Signale, die das Gesamtbild eines Hotels prägen.
Damit KI-Systeme ein Hotel empfehlen, brauche es konsistente und vertrauenswürdige Signale aus verschiedenen digitalen Quellen. Entscheidend sei daher ein ganzheitliches Online-Marketing, das alle relevanten Touchpoints konsistent aufeinander abstimmt, so Ingenillem.