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Herbstsonne treibt Buchungen nach oben

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Ab in den Urlaub
©APA, dpa, Christoph Schmidt, Themenbild
Der sonnige Herbst treibt die Sommerbuchungen der Reiseveranstalter spät, aber doch nach oben. "Dieser Sommer hat sich ausgezeichnet durch sehr kurzfristige Buchungen, in den vergangenen Wochen sind wir dadurch sogar über Vorjahresniveau gekommen", berichtete TUI-Österreich-Chef Gottfried Math. "In Summe sind wir natürlich nicht auf dem Niveau des Vorjahres", fügte er hinzu. Die Buchungsumsätze sind noch mit 2 Prozent im Minus - der Nahost-Konflikt und Hitzewellen bremsten.

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"Wir sind super reingestartet, bis in den Februar", erinnerte sich der Geschäftsführer am Donnerstag mit Blick auf die Buchungen für den heurigen Sommer. Dann startete der Krieg der USA und Israels gegen den Iran. Internationale Flugdrehkreuze in Nahost wurden dadurch beeinträchtigt, Urlauberinnen und Urlauber entsprechend verunsichert. "Gewisse Destinationen wie die Türkei sind dann eingebrochen", sagte Math.

Seit Anfang September ziehen die Spätsommerbuchungen an. In den vergangenen vier Wochen sorgte das den Angaben zufolge auf Gruppenebene für ein Umsatzplus von 2 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. "Die Herbstferien sind bei uns gut gebucht, vor allem Ägypten und Antalya", betonte der Touristiker.

Im bisherigen Sommerhalbjahr (Mai bis Oktober) gut gelaufen sind bei dem Reiseanbieter die Klassiker auf der Flug-Mittelstrecke Griechenland, Türkei sowie Spanien mit den Balearen und Kanaren. "Bei der TUI in Österreich bleibt Griechenland unangefochten an der Spitze", strich Math hervor. Über ein Drittel der Gäste fliege dorthin. In der Ferne waren die USA, die Malediven und Mauritius am beliebtesten. "Kanada verzeichnete auf niedrigem Niveau ein starkes Plus - das war heuer ein sehr beliebtes Ziel", sagte der TUI-Österreich-Chef.

Die durch die geopolitische Lage verunsicherten Kundinnen und Kunden buchen überwiegend recht kurzfristig. Das scheint auch in der im November startenden Wintersaison der Fall zu sein. "Dieser Trend vom Sommer setzt sich auch im Winter fort, daher ist das Vorjahresniveau insgesamt noch nicht erreicht, wir haben minus 4 Prozent beim gebuchten Umsatz, aber wir holen Woche für Woche auf", betonte Math.

Das gelte auch für den Gesamtkonzern. "Aber man geht davon aus, dass wir das noch aufholen können, weil die Buchungen in den vergangenen Wochen angezogen sind." Vor drei Monaten lag das Minus für den heurigen Sommer noch bei 7 Prozent, aktuell bei nur noch 2 Prozent.

Das Ziel sei, das Vorjahresniveau zu erreichen, ergänzte Konzernsprecher Aage Dünhaupt in der gemeinsamen Pressekonferenz in Wien. "Wir liegen für Sommer und Winter unter dem Vorjahr." Die Buchungsumsätze für die anstehende Wintersaison liegen derzeit noch um 4 Prozent unter dem Vergleichszeitraum 2025.

Doch Urlaub bleibe für viele Österreicherinnen und Österreicher "ein Herzenswunsch", strich Math hervor und verwies auf eine Umfrage, die YouGov Mitte September im Auftrag der TUI durchführte. 45 Prozent der über 1.000 befragten Personen haben demnach bereits mindestens einen Urlaub im Zeitraum November bis April gebucht oder planen konkret einen oder mehrere Winterurlaube. Weitere 23 Prozent sind noch unentschlossen. Und die will die TUI jetzt mit verstärkten Werbemaßnahmen wie TV- und Radiospots oder Plakaten noch erreichen.

Budgetsicherheit ist vielen wichtig - 40 Prozent der TUI-Kundinnen und -Kunden buchten laut Math "all inclusive". 25 Prozent buchen ihren Winterurlaub nur mit Frühstück. Gleichzeitig gehen aber die Reisepreise nach oben.

"Die Fernreise steigt bei uns im Winter um 16 Prozent, auf der Mittelstrecke sind es 7 Prozent - der Schnitt um 12 Prozent", räumte Math ein. Allerdings würden auch umfassendere Reisepakete verkauft als im Vorjahr. "Vergleichbare Produkte erhöhen sich im Rahmen der Inflation, um durchschnittlich 3 bis 4 Prozent", so der Österreich-Chef.

Im Winter zieht es die Österreicherinnen und Österreicher laut aktuellem TUI-Buchungsstand aktuell vor allem nach Spanien und Ägypten. Dahinter folgen Thailand, die Malediven, Mauritius, die Dominikanische Republik, Österreich, die USA, Mexiko und Portugal. Die Top-5 auf der Mittelstrecke sind Hurghada, Gran Canaria, Teneriffa, Marsa Alam und Fuerteventura. Die Winterbuchungen für Österreich liegen bei der TUI über dem Vorjahr.

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