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Erste Kündigungen bei Bodenabfertiger AAS am Flughafen Wien

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Zwist um Lizenz für Bodenabfertigung am Flughafen Wien
©APA/APA/TOBIAS STEINMAURER/TOBIAS STEINMAURER, APA, TOBIAS STEINMAURER
Vor dem Wechsel des zweiten Anbieters für die Bodenabfertigung am Flughafen Wien ist es zu ersten Kündigungen beim aktuellen Anbieter Airline Assistance Switzerland AG (AAS) gekommen. Die Gewerkschaft GPA bestätigte der APA am Donnerstag einen entsprechenden Bericht des Fachportals "Austrian Wings". Die GPA verhandle mit der AAS über einen Sozialplan. Sie hoffe, dass die Arbeitsplätze erhalten bleiben und sich die Arbeitsbedingungen nicht verschlechtern.

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Wie Ende Juli bekannt wurde, verlor AAS die zweite Bodenabfertigungslizenz in Wien. Den Zuschlag erhielt die Joint Sky Service GmbH (JSS). AAS sollte laut JSS-Statement von September weiterhin am Flughafen als exklusiver Dienstleister im Auftrag von JSS für den Passagierbereich zuständig sein. Dadurch könne man "einen friktionslosen Übergang der Rampendienstleistungen auf uns sicherstellen", hieß es damals.

Die JSS soll laut "Austrian Wings" aber noch keine schriftliche Zusage zur Übernahme der bisherigen AAS-Beschäftigten abgegeben haben. AAS-Chef Dieter Streuli sei wichtig, die Arbeitsplätze zu erhalten, schrieb "Austrian Wings". Die bereits ausgesprochenen Kündigungen seien notwendig gewesen, um "arbeitsrechtliche Fristen" einzuhalten. Eine schriftliche Anfrage an AAS durch die APA dazu blieb vorerst unbeantwortet.

Laut JSS-Geschäftsführer Martin Stift gibt es bei AAS aber noch zahlreiche offene Urlaube und Abfertigungen. Daher wolle er im Gegenzug zur verlangten Zusage eine Bestätigung von AAS, dass auch die entsprechenden Rückstellungen an die JSS übergeben werden. Zudem sei ein von AAS angestrengtes Verfahren gegen die Vergabe beim Bundesverwaltungsgericht (BvWG) anhängig. Ohne Entscheidung des Gerichts könne JSS "gar nichts machen", so Stift. Die Übernahme der bisherigen AAS-Beschäftigten sei für ihn eigentlich "logisch und überhaupt kein Thema".

Das BvWG bestätigte der APA, dass ein vergaberechtliches Verfahren anhängig sei. Eine erste mündliche Verhandlung habe bereits stattgefunden, einen weiteren Termin gäbe es aber noch nicht.

Die Lizenz von AAS läuft am 24. Oktober aus. Die Bewilligung für den Nachfolger Joint Sky Services gilt für den Zeitraum vom 25. Oktober 2026 bis zum 22. Oktober 2033 und umfasst die Bereiche Gepäckabfertigung, Fracht- und Postabfertigung sowie Vorfelddienste.

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