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Handgepäck ab Österreich: Maße, Gewicht und Kosten bei AUA, Ryanair und Co.

Aktualisiert
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12 min
Schwarzer Kabinentrolley im Wartebereich eines Flughafens
Foto:©Unsplash/Michał Parzuchowski

Gratis ist fast überall nur die Tasche unter dem Sitz, für den Trolley zahlen Sie im Basistarif meist extra. Die Regeln von acht Airlines ab Wien im Überblick, plus was die EU-Reform ändert.

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Ob ein Trolley im Ticket inbegriffen ist, hängt bei den Airlines ab Österreich vor allem vom gebuchten Tarif ab. Gratis ist bei allen großen Fluggesellschaften nur ein kleines Gepäckstück, das unter den Vordersitz passt. Seine erlaubte Größe reicht von 40 x 30 x 15 Zentimeter bei Austrian Airlines, Lufthansa, Swiss und Pegasus bis zu 45 x 36 x 20 Zentimeter bei easyJet.

Für den klassischen Kabinentrolley mit rund 55 x 40 x 23 Zentimetern zahlen Sie in den günstigsten Tarifen fast überall extra. Die Übersicht zeigt die Regeln von acht Airlines, die ab Wien fliegen, laut deren offiziellen Websites im Oktober 2026.

Lufthansa-Gruppe: Austrian, Lufthansa und Swiss

Austrian Airlines, Lufthansa und Swiss haben identische Regeln. Im günstigsten Tarif Economy Basic ist auf Kurz- und Mittelstrecken nur ein persönlicher Gegenstand bis 40 x 30 x 15 Zentimeter erlaubt, etwa eine Handtasche oder ein kleiner Rucksack. Ab dem Tarif Economy Light ist zusätzlich ein Trolley bis 55 x 40 x 23 Zentimeter und acht Kilogramm inklusive. Vielfliegerinnen und Vielflieger mit Status HON Circle, Senator oder Star Alliance Gold dürfen auch im Basic-Tarif einen Trolley mitnehmen.

In der Business Class sind zwei Handgepäckstücke plus persönlicher Gegenstand erlaubt. Teuer wird es, wenn ein zu großes Stück am Gate auffällt: Muss es in den Frachtraum, verlangen die drei Airlines je nach Strecke 60 bis 110 Euro. Mehr über die österreichische Airline lesen Sie im Porträt von Austrian Airlines.

Eurowings: Größere Tasche, Trolley ab 21 Euro

Eurowings erlaubt im Basic-Tarif eine etwas höhere Tasche als die Konzernschwestern, nämlich 40 x 30 x 25 Zentimeter. Der Trolley mit 55 x 40 x 23 Zentimetern und bis zu acht Kilogramm ist ab dem Tarif Smart inklusive, in der BIZclass sind zwei Stück erlaubt. Im Basic-Tarif lässt er sich laut Eurowings ab 21 Euro dazubuchen, der genaue Preis hängt von der Strecke ab.

Ryanair und Wizz Air: Trolley nur mit Priority

Bei Ryanair ist im Basistarif eine persönliche Tasche bis 40 x 30 x 20 Zentimeter frei, die unter den Vordersitz passen muss. Ryanair hat diese Größe im September 2025 angehoben. Ein Trolley bis 55 x 40 x 20 Zentimeter und zehn Kilogramm ist nur mit der Zusatzoption „Priority & 2 Cabin Bags“ oder in den Tarifpaketen Regular, Flexi Plus und Time Saver erlaubt. Einen Fixpreis nennt die Airline nicht, er variiert je nach Strecke.

Wizz Air erlaubt kostenlos ein Handgepäckstück bis 40 x 30 x 20 Zentimeter. Für einen Trolley bis 55 x 40 x 23 Zentimeter und zehn Kilogramm brauchen Sie WIZZ Priority, das auch bevorzugtes Boarding enthält. Laut Wizz Air kostet die Option online oder im Callcenter 10 bis 60 Euro, am Flughafen 65 bis 75 Euro. Früh buchen lohnt sich also.

Pegasus und easyJet

Pegasus Airlines nennt als einzige Airline der Übersicht auch für die Tasche unter dem Sitz ein Gewicht: höchstens drei Kilogramm bei 40 x 30 x 15 Zentimetern. Ein Trolley mit acht Kilogramm ist ab dem Paket Saver inklusive und im günstigsten Paket Light gegen Aufpreis buchbar.

easyJet ist bei der Gratis-Tasche am großzügigsten: Sie darf 45 x 36 x 20 Zentimeter messen, Griffe und Rollen eingerechnet, und bis zu 15 Kilogramm wiegen. Ein großes Handgepäckstück bis 56 x 45 x 25 Zentimeter kostet extra, ist aber im Tarif Inclusive Plus und für Mitglieder von easyJet Plus enthalten.

Was die EU-Reform beim Handgepäck ändert

Die EU hat ihre Fluggastrechte reformiert. Die Verordnung (EU) 2026/2202 tritt am 22. Oktober 2026 in Kraft, ihre Regeln gelten nach einer Übergangsfrist ab Herbst 2027. Sie schreibt erstmals EU-weit vor, dass Airlines einen persönlichen Gegenstand ohne Aufpreis in die Kabine lassen müssen. Er darf bis zu 40 x 30 x 15 Zentimeter groß sein oder muss unter den Vordersitz passen. Ein Gewichtslimit legt die Verordnung nicht fest.

Einen Anspruch auf einen kostenlosen Trolley bringt die Reform nicht. Airlines dürfen weiterhin günstigere Tarife ohne größeres Handgepäck anbieten. Was die Reform sonst ändert, etwa bei Entschädigungen, lesen Sie in unserem Ratgeber zu den Fluggastrechten.

Flüssigkeiten: In Wien bis zu zwei Liter

Am Flughafen Wien gilt seit 3. Juli 2026 eine gelockerte Flüssigkeitsregel. Dank neuer CT-Scanner an allen zentralen Sicherheitskontrollen dürfen Flüssigkeiten bis zu einer Gebindegröße von 2.000 Millilitern ins Handgepäck, Laptops bleiben in der Tasche. Lebensmittel, Cremes, Honig oder Thermoskannen können trotzdem nachkontrolliert werden.

Auf dem Rückflug kann wieder die 100-Milliliter-Regel gelten, denn nicht alle Flughäfen haben die neuen Geräte. Informieren Sie sich vorab über die Regeln am Urlaubs- oder Umsteigeflughafen. Was zum Start der Herbstferien am Flughafen Wien sonst gilt, lesen Sie hier.

So vermeiden Sie Zusatzkosten am Gate

Messen Sie Ihr Gepäck zu Hause nach, inklusive Rollen, Griffen und Außentaschen. Die Maße gelten als Höchstwerte, und viele Airlines prüfen sie am Gate mit Messrahmen. Wer den Trolley braucht, bucht ihn am besten gleich bei der Flugbuchung oder online vor dem Check-in, am Flughafen ist er meist deutlich teurer.

Vergleichen Sie bei der Buchung den Gesamtpreis. Ein Basistarif mit zugebuchtem Trolley kann teurer sein als der nächsthöhere Tarif, der Handgepäck bereits enthält. Bei Umsteigeverbindungen mit verschiedenen Airlines gilt im Zweifel die strengere Regel. Weitere Ratgeber rund ums Fliegen finden Sie auf unserer Themenseite Luftfahrt & Flugreisen.

Quellen: Websites von Austrian Airlines, Lufthansa, Swiss, Eurowings, Ryanair, Wizz Air, Pegasus Airlines und easyJet; Verordnung (EU) 2026/2202; EU-Kommission; Flughafen Wien

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