ABO

Spritpreisbremse geht am Donnerstag an den Start

Subressort
Aktualisiert
Lesezeit
2 min
Die Margenbremse war in der Regierungskoalition lange umstritten
©APA, dpa, Jens Büttner
Mit 1. Oktober tritt die Spritpreisbremse der Bundesregierung in Kraft, die in den Monaten Oktober und November eine Entlastung für Autofahrer von 12 Cent je Liter Benzin und Diesel bringen soll. Zuvor haben die Tankstellen-Preise noch teilweise kräftig angezogen, wie der VCÖ am Mittwoch vorrechnet. "Mit durchschnittlich 2,20 Euro erreichte der Diesel-Medianpreis im September einen neuen Monatshöchstwert. Eurosuper war mit durchschnittlich 1,92 Euro günstiger", so der Club.

von

News auf Google bevorzugen

Er fordert Maßnahmen zur Senkung des Treibstoffverbrauches. "Mit einem Verbrauch von sieben Litern Diesel lagen die Spritkosten im September bei 15,40 Euro pro 100 Kilometer, bei einem Verbrauch von fünf Litern waren sie mit elf Euro um 4,40 Euro pro 100 Kilometer niedriger. Angesichts des sinkenden Treibstoffangebots am Weltmarkt sind Maßnahmen zur Reduktion des Spritverbrauchs das politische Gebot der Stunde", betonte der VCÖ am Mittwoch in einer Aussendung.

Erforderlich sei ein temporär niedrigeres Tempolimit, eine Kampagne für ein spritsparendes Fahr- und Mobilitätsverhalten und ein 20-Prozent-Rabatt auf Klimatickets. "Wir in Österreich haben keine Möglichkeit, das Angebot an Treibstoffen zu erhöhen. Wir haben aber Einfluss auf unsere Nachfrage und auch die Fähigkeit, den Spritverbrauch deutlich zu reduzieren", so VCÖ-Expertin Klara Maria Schenk.

Der ab Donnerstag gültigen Spritpreisbremse waren intensive Diskussionen innerhalb der ÖVP/SPÖ/NEOS-Regierung vorausgegangen. Die SPÖ hatte sich für eine Margenbremse stark gemacht, die von den Regierungspartnern und Wirtschaftsvertretern kritisch gesehen wird. Geeinigt haben sich die drei Parteien dann auf ein Modell, wonach die Mineralölsteuer um 6,7 Cent gesenkt wird - und bei Diesel damit auf das EU-Minimum. Hinzu kommt eine Margenbegrenzung um 3,5 Cent pro Liter. Dadurch verringert sich auch die Mehrwertsteuer. Daraus ergebe sich eine Gesamtentlastung von mehr als 12 Cent.

Die Zapfsäulenpreise lagen am Dienstag im Schnitt bei 2,249 Euro für den Liter Diesel, bei Superbenzin waren es 1,939 Euro, geht aus den aktuellen Zahlen der E-Control hervor.

01.07.2026, Mecklenburg-Vorpommern, Rostock: Die Kombo aus zwei Fotos zeigt die Preise für Kraftstoffe an einer Tankstelle vor (l) und nach (r) der Preisänderung um 12 Uhr. Die Spritpreise sind mit dem Ende des Tankrabatts in Deutschland am 01.07.2026 stark gestiegen. Foto: Jens Büttner/dpa +++ dpa-Bildfunk +++.

Über die Autoren

Logo
Monatsabo ab € 21,75
Ähnliche Artikel
2048ALMAITVEUNZZNSWI314112341311241241412414124141241TIER