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Immobilienmarkt: Preise steigen wieder, Eigenheime bleiben vielerorts unleistbar

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©Unsplash, Alghozy

Steigende Immobilienpreise, hohe Grundstückskosten und schwierige Finanzierungen prägen den österreichischen Immobilienmarkt. Gleichzeitig ziehen Investitionen wieder an.

Der österreichische Immobilienmarkt zeigt 2026 ein differenziertes Bild: Während Wohnungen und Häuser nach dem Rückgang im Jahr 2023 wieder teurer werden, bleibt Wohneigentum für viele Haushalte schwer finanzierbar. Gleichzeitig nimmt das Interesse von Investoren wieder zu.

Durchschnittspreise steigen

Wie aktuelle Daten der Statistik Austria zeigen, lagen die Durchschnittspreise für Häuser und Eigentumswohnungen 2025 erneut über dem Vorjahresniveau, allerdings weiterhin unter den Höchstwerten des Jahres 2022. Der österreichweite Medianpreis für Eigentumswohnungen betrug zuletzt 4.162 Euro pro Quadratmeter, bei Häusern lag er bei 2.836 Euro.

„Nach den Preisrückgängen für Wohnraum in den meisten Regionen Österreichs im Jahr 2023 sind die Durchschnittspreise für Häuser und Wohnungen 2024 und auch 2025 im Vorjahresvergleich wieder gestiegen“, erklärte Statistik-Austria-Generaldirektorin Manuela Lenk.

Eigentum in Wien besonders teuer

Besonders teuer blieb Wohneigentum in Wien mit durchschnittlich 5.212 Euro pro Quadratmeter. Dahinter folgen Vorarlberg, Salzburg und Tirol. Deutlich günstiger waren Immobilien in der Steiermark und im Burgenland. Damit setzt sich das West-Ost-Gefälle am österreichischen Immobilienmarkt fort.

Noch stärker stiegen zuletzt die Preise für Baugrundstücke. Der Durchschnittspreis erhöhte sich 2025 auf 135 Euro pro Quadratmeter. Besonders hohe Grundstückspreise wurden erneut in Wintersportregionen und Ballungsräumen verzeichnet. Im Fünfjahresdurchschnitt lag Reith bei Kitzbühel mit 2.742 Euro pro Quadratmeter an der Spitze.

Eigentum kaum noch leistbar

Parallel dazu bleibt die Finanzierung von Wohneigentum für viele Haushalte schwierig. Laut einer Analyse des Preisvergleichsportals Durchblicker gilt ein durchschnittliches Eigenheim in 41 von 105 Bezirken Österreichs als unleistbar. Grundlage dafür ist die von der Finanzmarktaufsicht empfohlene Grenze, wonach die Kreditrate maximal 40 Prozent des Haushaltsnettoeinkommens betragen sollte.

Die Analyse verweist darauf, dass die Häuserpreise seit 2015 um 68 Prozent gestiegen sind, während die Medianeinkommen im selben Zeitraum nur um 51 Prozent zulegten. Besonders angespannt ist die Situation im Westen Österreichs. In Salzburg müssten zwei Durchschnittsverdienende laut Berechnung 66,5 Prozent ihres Nettoeinkommens für die Kreditrückzahlung aufwenden, in Vorarlberg 63,9 Prozent und in Tirol 62 Prozent.

Deutlich günstiger bleibt die Situation im Burgenland sowie in Teilen der Steiermark und Kärntens. Gleichzeitig zeigen sich auch innerhalb einzelner Bundesländer erhebliche Unterschiede. Während im niederösterreichischen Bezirk Gmünd vergleichsweise geringe Belastungen anfallen, liegt der Wert im Bezirk Mödling deutlich über der Leistbarkeitsgrenze.

Zusätzliche Kosten kommen mit dem Auslaufen des Wohnbaupakets Ende Juni auf Käuferinnen und Käufer zu. Ab Juli fallen wieder die vollen Kaufnebenkosten an. Laut Durchblicker erhöht sich dadurch etwa bei einer Immobilie im Bezirk Steyr-Land die monatliche Kreditbelastung um 47 Euro.

Investmentmarkt zieht an

Trotz der angespannten Leistbarkeit zieht der Investmentmarkt wieder an. Laut Immobilienberater Colliers stieg das Transaktionsvolumen am österreichischen Immobilienmarkt im ersten Quartal 2026 um zehn Prozent auf 548 Millionen Euro. Besonders gefragt waren Einzelhandels- und Hotelimmobilien.

Verhaltener entwickelte sich dagegen der Bereich Wohnimmobilien. Ausländische Investoren stellten mit einem Anteil von 64 Prozent erstmals seit drei Jahren wieder die Mehrheit am Markt.

„Besonders gefragt sind hochwertige, gut positionierte Assets mit nachhaltigen Ertragsprofilen“, erklärte Dietmar Steger, Head of Capital Markets bei Colliers Austria. Auch Büroimmobilien in den Landeshauptstädten würden weiterhin auf Investoreninteresse stoßen.

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