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Geniale Gebäude: Vom Teekannenhaus bis zum Riesen-Korb

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The Basket Building©Alamy, Andre Jenny

Es sind Gebäude, bei denen man zweimal hinschauen muss – und sich vielleicht zu Recht fragt, ob diese Bilder KI-generiert sind. Doch geniale Architektur gibt es überall auf der Welt: Von den USA über Portugal bis China, ein neuer Bildband zeigt außergewöhnliche Bauten und erzählt ihre teils eigenartigen Geschichten.

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Architektur spiegelt unsere Bedürfnisse und Lebensweisen wider und ist zugleich eines der sichtbarsten Zeugnisse unserer Zeit. Schließlich begegnet sie uns überall – im Alltag, im öffentlichen Raum und auch in jenen Räumen, die wir Zuhause nennen.

Der Midas-Verlag versammelt jetzt auf 240 Seiten außergewöhnliche Bauten aus aller Welt in einem Bildband. Das Spektrum reicht von imposanten Privatvillen über skulpturale Museumsbauten bis hin zu skurrilen Architektur­ikonen, die einst als kluge PR-Coups gedacht waren und längst zum Wahrzeichen ihrer Region geworden sind.

Stille Monumente

Man findet aber auch Gebäude, die zeigen sollen, dass ein Leben ohne Technologie möglich ist: wie das unverkennbare Casa do Penedo beweist, in dem es bis heute keinen Strom gibt, dafür ein unvergleichliches Gefühl von Entschleunigung. Bis heute befindet sich das witzige Steinhäuschen in der Serra de Fafe im Privatbesitz einer Familie, die es gerne als Feriendomizil nutzt und Führungen anbietet.

Casa do Penedo

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Casa do Penedo
 © Alamy, Marc Philipp Keller

Kluge PR-Coups

Doch nicht alle Bauten sind unbeschwerte Kuriositäten: Zum Beispiel die Teapot Dome Service Station in Zillah/Washington, die auf einen politischen Skandal in den 1920er-Jahren anspielt. Oder das Straßenrestaurant „Mammy’s Cupboard“, das bis heute für ein besonders problematisches Kapitel der amerikanischen Geschichte steht.

Das Gebäude aus dem Jahr 1940 wurde als überdimensionale Figur einer Schwarzen Frau entworfen – eine Darstellung, die auf das rassistische „Mammy“-Stereotyp zurückgeht: Schwarze Frauen wurden als fürsorgliche Dienerinnen dargestellt, ihre von Sklaverei und Ausbeutung geprägte Realität weitestgehend ausgeblendet.

Während der Bürgerrechtsbewegung wurde die Haut der Figur aufgehellt, doch der neue Anstrich kann die rassistische Symbolik, die dahintersteckt, nicht beseitigen. Das Gebäude liefert bis heute Diskussionsstoff.

Teapot Dome Service Station

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Teapot Dome Service Station
 © Alamy, Mark Kiver

Daneben werden architektonische Zeitzeugen gezeigt, die für Vergänglichkeit stehen: das korbähnliche „Basket Building“ zum Beispiel. Dieses wurde 1997 als Hauptsitz der US-amerikanischen Firma Longaberger gebaut. In seinen besten Jahren setzte der Korbhersteller eine Milliarde Dollar im Jahr um und beschäftigte über 8.000 Mitarbeitende.

Der Firmensitz galt als Kronjuwel des Firmenchefs Dave Longaberger: 32 Millionen US-Dollar kostete das Gebäude, welches vom Architekturbüro Bohm-NBBJ geplant wurde. Longaberger starb 1999, das Unternehmen wurde an einen Großkonzern verkauft, welcher 2018 pleiteging. Für einen Bruchteil seiner Baukosten (1,2 Millionen Dollar) wurde das Gebäude an Coon Restaurations verkauft.

The Basket Building

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The Basket Building
 © Alamy, Andre Jenny

Nun steht der Bau wieder zum Verkauf, Schlange stehen die Käufer jedoch nicht gerade. Zwar gab es Pläne, das Gebäude in ein Boutique-Hotel umzuwandeln, doch diese wurden wieder verworfen. Wer sich dem ehemaligen Prestigeobjekt annehmen wird, bleibt weiterhin offen. Die einzigartige Fassade muss den Eigentümern zufolge erhalten werden, zudem kostet die Instandhaltung des leer stehenden Gebäudes Schätzungen zufolge etwa 150.000 US-Dollar im Jahr.

Schräge Bauten

Dass kluge Architektur auch Einfluss auf den Energiebedarf hat, beweist das Casa del Acantilado in Spanien: Die Villa an der Costa Tropical steht auf einem Grundstück mit bis zu 42 Grad Hangneigung. Kein leichtes Unterfangen, bei so viel Schräge ein luxuriöses Anwesen zu bauen.

Casa del Acantilado

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Casa del Acantilado
 © Luminar Neo

Doch nicht nur das gelang dem jungen Architekturbüro GilBartolomé, sondern auch, die Innentemperatur des Gebäudes durch die Lage konstant auf 20 Grad zu halten. Davon – und auch vom einmaligen Ausblick auf die Küste – kann man sich selbst überzeugen, denn die Villa wird vermietet. Kostenpunkt pro Nacht und je nach Saison: zwischen 400 und 1.100 Euro.

The Twist

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The Twist
 © Patrick Bloudek

The Big Duck

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The Big Duck
 © Alamy, Randy Duchaine

The Wave

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The Wave
 © Finbar Fallon
Geniale Gebäude: Architektur, die aus dem Rahmen fällt: Architektur, die aus dem Rahmen fällt. Kühne Ideen zum Staunen: opulenter Bildband über ... aus aller Welt, die Konventionen sprengt

Geniale Gebäude: Architektur, die aus dem Rahmen fällt: Architektur, die aus dem Rahmen fällt. Kühne Ideen zum Staunen: opulenter Bildband über ... aus aller Welt, die Konventionen sprengt

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Eine faszinierende Fotosammlung, die von Autorin Imogen Fortes kuratiert wurde: „Geniale Gebäude“ zeigt prächtige, futuristische und fantasievolle Privathäuser, Bibliotheken, Kirchen und Unternehmen von Bilbao bis Peking. Midas

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Dieser Beitrag ist ursprünglich in der News-Printausgabe Nr. 44/2026 erschienen.

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