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"Eine Milliarde Euro Dürreschaden bedeutet auch eine Milliarde Gründe, jetzt zu handeln", so Hagelversicherungs-Geschäftsführer Kurt Weinberger am Mittwoch in einer Aussendung. Der Versicherungschef drängt auf "einen konsequenten Klima- und Bodenschutz". Die Bäuerinnen und Bauern bräuchten "nach diesem dramatischen Dürrejahr" auch "finanzielle Sicherheit", sagte Weinberger. Die rasche Auszahlung sichere Liquidität und schaffe Planungssicherheit für die Landwirte.
Österreich verzeichnete heuer den niederschlagsärmsten Frühling und den heißesten Sommer seit Beginn der Aufzeichnungen. Im Frühjahr fiel rund 50 Prozent weniger Niederschlag, im Sommer etwa ein Drittel weniger. Erstmals wurde die 41-Grad-Celsius-Marke überschritten. "Große Dürreschäden, die früher etwa alle zehn Jahre auftraten, treffen die Landwirtschaft mittlerweile alle zwei bis drei Jahre", so der Chef der Hagelversicherung.
Nach wochenlangen Verhandlungen einigte sich die Bundesregierung Mitte August auf Dürrehilfen für die Bauern und das lang erwartete Klimaschutzgesetz. Im Rahmen des Hilfspakets für die Landwirte wurde auch der staatliche Prämienzuschuss für die Dürreindex-Versicherung der Österreichischen Hagelversicherung im kommenden Jahr einmalig von bisher 55 Prozent auf 65 Prozent erhöht. 80 Prozent der Ackerflächen und 40 Prozent der Grünlandflächen waren laut Hagelversicherung zuletzt gegen Dürre versichert.
Als weitere staatliche Dürrehilfe für die Bauern gibt es einen zweimonatigen Nachlass bei den Sozialversicherungsbeiträgen im vierten Quartal 2026 in Höhe von 140 Mio. Euro. Außerdem sind Zinszuschüsse für Betriebsmittelkredite sowie Ratenstundungen und Laufzeitverlängerungen bei Agrarinvestitions- und Konsolidierungskrediten in Höhe von jeweils 25 Mio. Euro vorgesehen.
