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Hattmannsdorfer sieht Österreich bei den Füllständen auf einem guten Weg. Die Gasspeicher sind nach dem harten Winter 2025/26 wieder zu 54 Prozent voll. Bei Kerosin und Diesel, die durch den Iran-Krieg besonders verknappt wurden, berichtete der Minister von "sehr erfreulichen" Lagerbeständen. Bei Kerosin sei der Lagerstand im Mai um 56,6 Prozent gegenüber April gestiegen, bei Diesel um 36 Prozent.
Hattmannsdorfer hatte Mitte April einen Diesel- und Kerosinengpass für Mai prognostiziert, der aber nicht eingetreten war. Nun heißt es seitens des Ministeriums, es sei weder bei Diesel noch bei Kerosin von einem Mangel in Österreich auszugehen.
Laut Angaben von Shell haben die Raffinerien in Europa nach der Schließung der Straße von Hormuz ihre Produktion angepasst, um möglichst viel Kerosin (Jet A-1) produzieren zu können. "Ganz klar: Jede Raffinerie in Europa läuft im sogenannten 'Max-Jet-Mode'", sagte Shell-Manager Frans Everts im April in Rotterdam.
Der US-Angriff auf den Iran, der daraufhin die Meeresstraße südlich des Landes blockiert hat, hatte in Europa zur zweiten Energiekrise binnen vier Jahren geführt. Die Folge waren erneut hohe Preise für Benzin, Diesel und Erdgas. Die strategische Reserve für Erdgas war 2022 nach dem russischen Angriff auf die Ukraine eingeführt worden. Die Menge von 20 Terawattstunden (TWh) reicht für bis zu zwei Wintermonate.
