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Das würde Österreich aber bei den Lohnstückkosten wettbewerbsfähiger machen. "Dies trägt dazu bei, dass sich die relative Lohnstückkostenposition gegenüber dem Euroraum aktuell nicht weiter verschlechtert, und könnte Zweitrundeneffekte bei der Inflation dämpfen", heißt es in der Einschätzung der OeNB. Denn: In den Jahren von 2022 bis 2025 sei es in Österreich zu einem um 6 Prozentpunkte höheren Wachstum der Lohnstückkosten als im Euroraum gekommen.
Die Nationalbank rechnet vor: "Von 2022 bis 2025 stiegen die kollektivvertraglichen Löhne und Gehälter in Österreich kumuliert um acht Prozentpunkte stärker als im Euroraum. Während sich die Lohnabschlüsse in Österreich an der Verbraucherpreisentwicklung orientierten, lag das Lohnwachstum im Euroraum deutlich unter der gestiegenen Inflation." Dadurch erhöhte sich die gesamtwirtschaftliche Lohnquote von 2022 bis 2025 um 4 Prozentpunkte. Kumuliert stiegen die Lohnstückkosten in Österreich um 6 Prozentpunkte stärker als im Euroraum.
Zum Ausblick bei der heimischen Wettbewerbsfähigkeit schreiben die Wirtschaftswissenschafter der Nationalbank: "Die aktuellen Ergebnisse der Wage-Tracker für Österreich und den Euroraum signalisieren zwar derzeit bei der relativen Lohnentwicklung keine weitere Verschlechterung - aber auch kein Aufholen."
Am heutigen Donnerstagnachmittag gehen die Kollektivvertragsverhandlungen der Chemischen Industrie in die nunmehr schon achte Verhandlungsrunde. Während die Arbeitnehmerseite auf eine Lohn- und Gehaltserhöhung von 3 Prozent pocht, verweisen die Arbeitgeber auf Nulllohnrunden in Deutschland und bieten laut Gewerkschaft 0,5 Prozent plus 300 Euro Einmalzahlung oder 2 Prozent ab Oktober 2026 bis April 2028.






