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Auch bei den Stromleitungen glauben 57 Prozent, dass diese ausgebaut werden müssen. 28 Prozent finden, dass es ausreicht, sie im derzeitigen Zustand zu erhalten. Nur 5 Prozent gaben an, dass sie glauben, dass keinerlei Investitionen nötig sind. 10 Prozent der 1.000 von Gallup Befragten antworteten mit "weiß nicht". Erstmals in der jährlich durchgeführten Umfrage ist ein "möglichst niedriger Preis" am wichtigsten und nicht mehr die "sichere, unterbrechungsfreie Stromversorgung".
Der neue Präsident von Oesterreichs Energie, der Chef der Salzburg AG, Michael Baminger, führt dies einerseits auf die Marktverwerfungen der vergangenen Jahre zurück und andererseits auf die hohe Zuverlässigkeit der österreichischen Stromversorgung.
Die Umfrage zeigt auch eine deutlich gestiegene Zustimmung zur Windkraft. Wasserkraft und Photovoltaik sowie Erdwärme werden aber bevorzugt. Baminger sieht hier eine Veränderung im Meinungsbild. "Auch in Salzburg sehen wir, dass die Leute sagen, es muss etwas gemacht werden." Gleichzeitig betonte er, dass man sich dem Interessenkonflikt stellen müsse, denn es werde auch trotz Bürgerversammlungen und größtmöglicher Information Menschen geben, denen Windräder nicht gefallen.
Dass die Strombranche über geänderte Abschreibungsmodalitäten den niedrigeren Strompreis für die Industrie finanzieren soll, findet Baminger nicht so schlimm. Diese seien für die Liquidität der Unternehmen zwar eine Herausforderung, jedenfalls aber "deutlich sinnvoller" als ein Wasserzins, der ebenfalls im Raum gestanden sei.
2023 war das Image der Stromanbieter nach den extremen Preissteigerungen im Keller, hat sich seither aber wieder verbessert. So schätzten heuer 79 Prozent ihren Stromanbieter als kundenfreundlich ein, voriges Jahr waren nur 69 Prozent der Befragten dieser Meinung und 2023 gar nur 60 Prozent.





