Rund 450 Teilnehmer aus 22 Ländern kamen zur Invest.austria Conference 2026 nach Wien. Im Mittelpunkt standen die Finanzierung innovativer Unternehmen, Europas Wettbewerbsfähigkeit und die Frage, wie mehr privates Kapital für Investitionen mobilisiert werden kann.
Unter dem Motto „Postcard or Powerhouse – The European Imperative“ fand die sechste Invest.austria Conference im Apothekertrakt von Schloss Schönbrunn statt. Vertreter aus Wirtschaft, Politik und Finanzwelt diskutierten über die Herausforderungen des europäischen Kapitalmarkts und notwendige Reformen zur Stärkung des Wirtschaftsstandorts.
Ein zentrales Thema war der vergleichsweise geringe Anteil institutioneller Investitionen in junge und wachstumsorientierte Unternehmen. Laut einer Analyse des Internationalen Währungsfonds könnten in Österreich zusätzliche 6,9 Milliarden Euro an Beteiligungskapital mobilisiert werden, wenn Pensionskassen und Versicherungen stärker in Private Equity und Venture Capital investieren würden.
Invest.austria-Präsident Niki Futter sprach sich für bessere Rahmenbedingungen, weniger Bürokratie und eine stärkere Investitionsbereitschaft aus. Auch Finanzstaatssekretärin Barbara Eibinger-Miedl und Wirtschaftsstaatssekretärin Elisabeth Zehetner unterstrichen die Bedeutung privater Finanzierung für Innovation und wirtschaftliches Wachstum.
Zukunftstechnologien und internationale Investoren im Fokus
Neben wirtschaftspolitischen Fragen beschäftigte sich die Konferenz mit technologischen Entwicklungen in den Bereichen künstliche Intelligenz, Robotik, Quantentechnologie und Cybersicherheit. Mehr als 26 Start-ups stellten ihre Geschäftsmodelle und Innovationen vor.
Auch die internationale Vernetzung spielte eine wichtige Rolle. Über 130 persönliche Gesprächstermine ermöglichten den Austausch zwischen Investoren, Unternehmen und Branchenvertretern. Weitere Diskussionen widmeten sich den Finanzierungsmöglichkeiten für wachstumsstarke Unternehmen sowie den Investitionschancen in Zentral- und Osteuropa.
Die Konferenz machte deutlich, dass Europas wirtschaftliche Zukunft wesentlich davon abhängt, ob es gelingt, vorhandenes Kapital verstärkt in innovative Unternehmen und neue Technologien zu lenken.

