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Inflation stieg im Mai auf 3,7 Prozent

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Ohne Preisanstieg bei Flugtickets läge die Inflation bei 3,5 Prozent
Die Inflation in Österreich hat im Mai weiter zugelegt. Die Teuerungsrate kletterte auf 3,7 Prozent, nach 3,4 Prozent im April, wie die Statistik Austria am Mittwoch mitteilte. Im Vergleich zum Vormonat stieg das durchschnittliche Preisniveau um 0,1 Prozent. Damit wurde eine frühere Schnellschätzung der Statistiker bestätigt. Hauptverantwortlich für den Anstieg waren Dienstleistungen, auch Preiserhöhungen bei Treibstoff und Heizöl trugen dazu bei.

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"Vor allem Preissprünge bei Flügen waren für die Erhöhung der Inflationsrate verantwortlich", so Statistik-Austria-Generaldirektorin Manuela Lenk laut Aussendung. "Damit vergrößerte der Dienstleistungsbereich seinen Anteil als bedeutendster Preistreiber weiter." Treibstoffe und Heizöl verteuerten sich indes weniger kräftig als zuletzt, steuerten aber immer noch einen ganzen Prozentpunkt zur Inflation bei. Bei Nahrungsmitteln fiel die Teuerung dagegen deutlich geringer aus als die Gesamtinflation.

Das Preisniveau des Mikrowarenkorbs, der den täglichen Einkauf widerspiegelt und überwiegend Nahrungsmittel, aber auch Tageszeitungen oder den Kaffee im Kaffeehaus enthält, stieg im Mai im Jahresabstand um 0,5 Prozent. Das Preisniveau des Miniwarenkorbs, der einen wöchentlichen Einkauf abbildet und neben Nahrungsmitteln und Dienstleistungen auch Treibstoffe enthält, stieg im Jahresvergleich um 5,8 Prozent und lag damit wesentlich höher als die Gesamtinflation.

Die Preise im Bereich Verkehr stiegen im Mai durchschnittlich um 8,8 Prozent und damit stärker als im April (+7,7 Prozent). Sie erwiesen sich damit als bedeutendster Treiber der Inflation im Jahresvergleich. Ausschlaggebend für das kräftigere Plus waren die Preise für Flugtickets, die um 13,8 Prozent stiegen, nachdem sie im April noch um 7,5 Prozent zurückgegangen waren. Ohne die Preissprünge bei Flugtickets läge die Inflation bei 3,5 Prozent, so die Behörde. Der Preisdruck bei Treibstoffen blieb mit einem Plus von 26,5 Prozent weiterhin hoch, nach einem bereits starken Anstieg von 28 Prozent im April.

Im Bereich Wohnung, Wasser, Strom, Gas und andere Brennstoffe lagen die Preiszuwächse durchschnittlich bei 3,3 Prozent und damit auf gleichem Niveau wie im April. Die Mieten (inklusive Neuvermietungen) stiegen um 5,1 Prozent und damit fast gleich stark wie im April. Die Preise für Haushaltsenergie hingegen erhöhten sich um 0,9 Prozent und damit schwächer als noch im April (+1,5 Prozent). Ausschlaggebend dafür waren die Heizölpreise, die mit plus 53,7 Prozent etwas weniger stark zulegten als im April (+62,6 Prozent).

Strom verbilligte sich konstant weiter (-10,3 Prozent), wobei insbesondere die ab Jänner 2026 wirksamen Reduzierungen der Elektrizitätsabgabe sowie des Erneuerbaren-Förderbeitrags weiterhin preisdämpfend gewirkt hätten, schreibt die Statistik Austria. Für zusätzliche preisdämpfende Effekte sorgten den Angaben zufolge die Einführung des Sozialtarifs für von der ORF-Gebühr befreite Haushalte sowie die Einführung des Sommer-Netztarifs.

In der Gastronomie und der Hotellerie war ein durchschnittliches Preisplus von 4,7 Prozent zu verzeichnen, nach 4,9 Prozent im April. Die Teuerung bei Nahrungsmitteln und alkoholfreien Getränken lag mit 2,2 Prozent hingegen, wie schon im Vormonat, unter der Gesamtinflation.

Im Bereich Gesundheit stiegen die Preise fast gleich stark wie im Vormonat um 4,4 Prozent. Hauptverantwortlich dafür waren ambulante Gesundheitsdienstleistungen, deren Preise im Mai und April um 7,4 Prozent zulegten.

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