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Inflation im Juni auf 3,2 Prozent gefallen

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Preisauftrieb bei Treibstoffen ging zurück
©APA/APA/THEMENBILD/HARALD SCHNEIDER
Die Inflation in Österreich ist im Juni laut Statistik Austria auf 3,2 Prozent gefallen, lag damit aber über dem Wert der Eurozone von 2,8 Prozent. Die Schnellschätzung wurde damit bestätigt. Im Mai lag die Teuerungsrate in Österreich noch bei 3,7 Prozent. "Ausschlaggebend für den nachlassenden Preisdruck war der deutlich geringere Preisauftrieb bei Treibstoffen und Heizöl", so Statistik-Austria-Chefin Manuela Lenk am Freitag. Dienstleistungen wurden über dem Schnitt teurer.

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Insgesamt blieb der Verkehr (plus 6,5 Prozent) zwar der stärkste Preistreiber der Inflation im Juni, bei Treibstoffen ließ die Teuerung allerdings deutlich nach: Im Juni stiegen die Treibstoffpreise nur noch um 16,3 Prozent, nachdem sie im Mai noch um 26,5 Prozent zugelegt hatten. Flugticketpreise setzten dagegen ihren Anstieg fort und wurden im Juni um 22,4 Prozent teurer. Im Mai lag das Plus bei 13,8 Prozent.

Bei Heizöl ließ der Preisdruck spürbar nach, im Juni erhöhten sich die Preise um 32,6 Prozent, nach plus 53,7 Prozent im Mai. Das half auch den Preisen für Haushaltsenergie, die insgesamt um 0,4 Prozent zurückgingen. Vor allem Strom war im Juni ein Inflationsdämpfer, die Preise gingen um 10,2 Prozent zurück. Die ab Jänner 2026 wirksamen Reduzierungen der Elektrizitätsabgabe sowie des Erneuerbaren-Förderbeitrags würden hier weiterhin preisdämpfend wirken, schrieb die Statistik Austria. Auch die Einführung eines Sozialtarifs für von der ORF-Gebühr befreite Haushalte sowie die Einführung des Sommer-Netztarifs, der bis Ende September ein über die Mittagszeit reduziertes Netzentgelt vorsieht, hatten zusätzliche preisdämpfende Effekte.

Gas wurde indessen um 4,6 Prozent teurer, Fernwärme um 1,9 Prozent und feste Brennstoffe um 11,1 Prozent. Insgesamt verteuerten sich die Preise im Bereich Wohnung, Wasser, Strom, Gas und andere Brennstoffe um 3,0 Prozent.

Überdurchschnittlich stiegen im Juni die Preise für Dienstleistungen. So wurden Gastronomie- und Beherbergungsdienstleistungen im Juni um 4,5 Prozent teurer. Die Preise für stationäre Gesundheitsdienstleistungen legten um 4,9 Prozent zu, jene für ambulante Gesundheitsdienstleistungen erhöhten sich um 7,4 Prozent.

Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke verteuerten sich um 1,3 Prozent und damit weniger stark als im Mai (2,2 Prozent). Fleisch wurde um 2,6 Prozent teurer, Getreide- und Getreideerzeugnisse um 2,2 Prozent, Obst um 2,9 Prozent und Milch und Eier um 1,5 Prozent. Alkoholfreie Getränke verbilligten sich um 0,3 Prozent - geholfen haben hier gesunkene Kaffeepreise (minus 0,5 Prozent).

Die Preise für den täglichen Einkauf, die durch den Mikrowarenkorb abgebildet werden, sind im Juni im Jahresabstand stabil geblieben. Der Mikrowarenkorb enthält vor allem Nahrungsmittel, aber auch Tageszeitungen oder den Kaffee im Kaffeehaus. Dagegen stieg das Preisniveau des Miniwarenkorbs, der einen wöchentlichen Einkauf abbildet und neben Nahrungsmitteln und Dienstleistungen auch Treibstoffe enthält, im Jahresvergleich um 3,7 Prozent.

Der auf europäischer Ebene harmonisierte Verbraucherpreisindex (HVPI) lag im Juni bei 3,2 Prozent.

Auch die Inflation in der Eurozone hat sich im Juni abgeschwächt. Im Jahresvergleich stiegen die Verbraucherpreise um 2,8 Prozent, teilte Eurostat am Mittwoch in Luxemburg nach einer zweiten Schätzung mit. Damit wurde eine erste Schätzung wie von Volkswirten erwartet bestätigt. Im Mai lag die Inflationsrate bei 3,2 Prozent.

Die Kernrate der Inflation, bei der besonders schwankungsanfällige Komponenten wie Energie und Nahrungsmittel herausgerechnet werden, gab ebenfalls nach. Sie fiel von 2,6 auf 2,4 Prozent. Auch hier wurde eine erste Schätzung bestätigt. Im Vergleich zum Vormonat fiel das Preisniveau insgesamt im Juni um 0,1 Prozent.

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