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Innophore, BRAVE Analytics, Leftshift One, Easelink, TACEO und viele mehr - von der Medizinischen Universität Graz, der TU Graz und Uni Graz sind in den vergangenen zehn Jahren aus den Bereichen Life Sciences und MedTech, AI und Cybersecurity oder auch Green Tech etliche Start-ups hervorgegangen. Während aber die Fördermittel in der Anfangsphase noch sprudeln und junge Unternehmen ihre Ideen entwickeln und erste Schritte wagen können, tut sich im Anschluss oftmals eine Finanzierungslücke für den hohen Kapitalbedarf zum weiteren Wachstum auf. "Wir wollen mit unserem Zusammenschluss die erfolgreichen Start-ups investorfähig machen", schilderte Rektor Host Bischof von der TU Graz am Mittwoch im Grazer Pressegespräch die Idee hinter dem "iHub Graz".
Die gemeinsam gegründete Uni-Transfergesellschaft soll die Sichtbarkeit der erfolgversprechendsten Grazer Start-ups erhöhen und sie in die nächste Finanzierungsphase Risikokapitalgebern auf internationaler Ebene führen. "Die Grazer Universitäten bieten seit Jahren unterstützende Angebote im Bereich Wissens- und Technologietransfer an, der iHub Graz bringt die Gründungen dann zur Investitionsreife. Und weil wir in Effizienzen denken und Parallelwelten vermeiden wollen, haben wir uns zusammengeschlossen und denken das Grazer Innovationsökosystem gemeinsam", erklärte Rektor Peter Riedler von der Uni Graz die Vision dahinter.
Für künftige Investorinnen biete sich dadurch vor allem "eine klar sichtbare Schnittstelle nach außen. Wir bieten Investorinnen und Investoren im One-stop-shop-Prinzip eine gemeinsame Anlaufstelle. Unser Maßstab sind Ergebnisse nicht Zuständigkeiten", sagte Bischof. Die drei Universitäten sind zu je einem Drittel an der Transfergesellschaft beteiligt.
Für die kommenden sieben Jahre hat man dafür Mittel in der Höhe von rund 6 Mio. Euro reserviert. Die Geschäftsführung werde in den kommenden Tagen ausgeschrieben, schilderte Vizerektor Alexander Rosenkranz von der Med Uni Graz. An den Unis werde es sogenannte Scouts geben, die die erfolgversprechendsten Projekte und Spin-offs frühzeitig identifizieren. Nach der Übernahme in den iHub sollen die Spin-offs mit dem von der Transfergesellschaft organisierten Kapital aus Förder- und Partnerquellen zwölf bis 18 Monate weiterfinanziert werden, bis Venture Capitalists einsteigen.
Das Ziel ist klar: Immer sollen sich rund zehn Spin-offs im iHub befinden. Sobald Risikokapitalgeber einsteigen, zieht sich die Transfergesellschaft zurück und bleibt nur noch als passiver Anteilseigner beteiligt.
ZU APA-TEXT II - THEMENBILD - Illustration zu den Themen Sparpaket, Euro, Steuern und Geld aufgenommen am Montag, 6. Februar 2012. Die Regierungsparteien SPÖ und ÖVP verhandeln über ein umfassendes Sparpaket. APA-FOTO: HELMUT FOHRINGER
