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Der Mobilitätsklub ÖAMTC fordert eine schnellere Weitergabe der gesunkenen Ölpreise an die Autofahrer. "Zwar hat man in den vergangenen Wochen deutliche Preisrückgänge an den Zapfsäulen gesehen, gleichzeitig sind aber weiterhin deutlich höhere Aufschläge je Liter Kraftstoff auf den Liter Erdöl im Vergleich zur Zeit vor dem Iran-Krieg zu beobachten", hieß es vom ÖAMTC auf APA-Anfrage. Verantwortlich für diese Aufschläge sind aus Sicht des ÖAMTC die internationalen Notierungen für Diesel und Benzin, die von den heimischen Anbietern als Referenzpreise herangezogen werden. Der ÖAMTC fordert schon seit längerem eine Untersuchung und stärkere Reglementierung der internationalen Preisnotierungen für Diesel und Super.
Vor Beginn des Iran-Kriegs Ende Februar 2026 lag der Preis für ein Barrel (159-Liter-Fass) Rohöl der Nordseesorte Brent bei rund 72 US-Dollar und schnellte dann aufgrund des Krieges kurzfristig auf rund 120 Dollar. Aktuell liegt der Brent-Ölpreis bei 79 Dollar (knapp 69 Euro).
Eine vereinbarte Waffenruhe zwischen den USA und dem Iran Anfang April hatte die Öl- und Spritpreise wieder sinken lassen. Zusätzlich dämpfend wirkte seit April die von der Regierung beschlossene Spritpreisbremse. Im April gab es eine 5 Cent MöSt-Senkung und 5 Cent Margendeckelung je Liter, im Mai betrug die Margenbegrenzung 2,5 Cent und Steuersenkung zwei Cent. Seit Juni gibt es aber keinen Margeneingriff mehr, sondern es wird nur noch die Mineralölsteuer (MöSt) um 1,7 Cent pro Liter gesenkt.




