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"Anders als in den Vorjahren sind dabei die Preise für bestehende Immobilien mit 4,0 Prozent stärker gestiegen als die neuer Häuser und Wohnungen mit einem Preisplus von 3,8 Prozent", berichtete Statistik-Austria-Generaldirektorin Manuela Lenk.
Der Aufwärtstrend nahm im Jahresverlauf zu - Bestandsimmobilien verteuerten sich im ersten Quartal 2026 um 2,9 Prozent und im zweiten Quartal um 5,1 Prozent; die Preise für neuen Wohnraum erhöhten sich im ersten Quartal um 2,6 Prozent und im zweiten um 4,9 Prozent.
Mit dem Anstieg der Kaufpreise ist laut Lenk "eine längere Phase moderater Preisentwicklung am Wohnimmobilienmarkt zu Ende gegangen". Im zweiten Quartal 2026 verzeichnete der Häuserpreisindex den Angaben zufolge ein neues Allzeithoch und habe damit erstmals den bisherigen Höchstwert vom dritten Quartal 2022 überstiegen.
Der Preisindex für selbstgenutzten Wohnraum (Owner Occupied Housing, OOH) ging im ersten Halbjahr um 2,9 Prozent nach oben und lag damit zwar klar unter dem Häuserpreisindex, stieg aber deutlich stärker als 2025 (2 Prozent) und 2024 (1,9 Prozent).
Der OOH stellt den Statistikern zufolge eine Erweiterung zum Häuserpreisindex dar. Er enthalte neben der Beschaffung von neuem und bestehendem Wohnraum auch Ausgaben, die mit der Anschaffung und dem Eigentum von Wohnraum anfallen. Dazu gehören beispielsweise Gebühren für den Erwerb, Versicherungen sowie Kosten für Reparaturen und Renovierungen.
Der Index für die Anschaffung von Wohnraum erhöhte sich heuer laut Statistik Austria bisher um 3 Prozent - das war wesentlich mehr als 2025 (1,4 Prozent) und 2024 (0,8 Prozent). Der Erhalt des selbstgenutzten Wohneigentums verteuerte sich in der ersten Jahreshälfte um 2,9 Prozent - im Vorjahr lag die Teuerung bereits bei 2,9 Prozent, 2024 sogar bei 4,1 Prozent.
Der seit März 2015 quartalsweise publizierte Häuserpreisindex (HPI) bildet laut Statistik Austria die Entwicklung der Kaufpreise von Wohnimmobilien in ganz Österreich ab. Der Häuserpreisindex und der Index für selbst genutztes Wohneigentum werden auf Basis Jahresdurchschnitt 2010=100, 2015=100 und 2025=100 berechnet.
Die Datengrundlage der Erhebung für den HPI bilden die von Privathaushalten getätigten Käufe von neuen und bestehenden Wohnungen sowie Häusern, wobei die tatsächlichen Transaktionspreise aus den Kaufverträgen erfasst und quartalsweise ausgewertet werden. Grundlage der Gewichtung stellen das Transaktionsvolumen der Wohnimmobilienkäufe, die Daten der volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung zu Wohnbauinvestitionen und Eigenleistungen sowie die Umsätze für Fertigteilhäuser dar.
