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Der Händlerverbund Intersport Austria ist offizieller ÖFB-Partner und Betreiber des Fanshops. "Wir sind mit der Entwicklung der Trikotverkäufe sehr zufrieden, unsere Erwartungen wurden sogar übertroffen", sagte Intersport-Chef Franz Koll zur APA. Die Nachfrage sei "aber auch nach dem Ausscheiden des österreichischen Nationalteams nicht abgerissen". Rund um die Weltmeisterschaft verzeichnete Intersport bei Trikots, Fantextilien und Fanartikeln "einen regelrechten Boom". In diesem Segment habe sich der Umsatz gegenüber "einem normalen Zeitraum nahezu verzehnfacht", so der Intersport-Chef. Außerdem gebe es durch ein sportliches Großereignis wie die Fußball-WM über "die offiziellen Fanartikel hinaus positive Impulse für den Fußballsport insgesamt".
Hervis hat rund um die WM Trikots der österreichischen Fußball-Nationalmannschaft im "deutlich fünfstelligen Bereich" verkauft. "Gemeinsam mit Fanartikeln, Fußbällen und den Trikots weiterer Nationen hat die FIFA-Weltmeisterschaft für einen spürbaren Mehrumsatz gesorgt", so Hervis-Geschäftsführer Markus Hupach. Großereignisse wie eine Weltmeisterschaft seien "weit mehr als nur ein Umsatztreiber", sie würden Menschen für den Sport und zahlreiche neue Kunden in die Hervis-Stores bringen. Die neuen Hervis-Eigentümer sperren im Rahmen der strategischen Neuausrichtung ein Fünftel der Filialen bis Ende 2026 zu.
Die Sportartikelhersteller Adidas, Nike und Puma verzeichnen einen Erlösplus durch die von 11. Juni bis 19. Juli in Kanada, Mexiko und den USA stattfindende Fußball-Weltmeisterschaft. Zum ersten Mal spielen 48 Teams bei der Weltmeisterschaft mit. Von der WM 1998 bis zur WM 2022 waren es 32 Mannschaften. Adidas rüstete bei der WM 14 Länder - darunter etwa Argentinien - aus, Nike 12 Teams (unter anderem Frankreich) und Puma elf Länder (unter anderem Schweiz).
Analysten der deutschen DZ Bank erwarteten vor Beginn der Fußball-Weltmeisterschaft, dass Nike rund um die Fußball-WM mehr als 12 Millionen Trikots verkauft und damit einen Umsatz von über 1,5 Mrd. Dollar (1,3 Mrd. Euro) erzielt. Der US-Sportkonzern bezifferte den WM-Effekt bisher noch nicht. Für Adidas erwartet die DZ Bank den Verkauf von mehr als 8 Millionen WM-Trikots. Der deutsche Sportartikelkonzern erklärte vor der Weltmeisterschaft, mit mehr als 1 Milliarde Euro Umsatz als direkten WM-Effekt zu rechnen. Adidas meldete zuletzt Verkaufszahlen für Trikots der deutschen Nationalmannschaft. Mit rund drei Millionen verkauften Deutschland-Trikots hat Adidas nach eigenen Angaben so viele Trikots verkauft wie bei der Weltmeisterschaft in Katar im Jahr 2022.
Einen deutlich kleineren Weltmeisterschaftseffekt erwartet die DZ Bank für Puma. Für den in einer strategischen Neuausrichtung befindlichen deutschen Sportartikelhersteller rechnen die Analysten mit mehr als 1 Million verkauften Trikots und einem WM-Umsatzeffekt von rund 100 Mio. Euro.
++ HANDOUT ++ ZU APA0129 VOM 3.12.2025 - PUMA und der Österreichische Fußball-Bund (ÖFB) präsentieren das neue Heimtrikot der Nationalteams, das auch bei der kommenden WM zum Einsatz kommen wird. Im Bild: (v.l.) David Alaba, Marko Arnautovi? und Florian Grillitsch mit dem neuen Trikot.
