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Das Gespräch zwischen der Gewerkschaft und der Staatssekretärin sei in einem äußerst sachlichen und konstruktiven Rahmen verlaufen, berichtete die Vorsitzende des vida-Fachbereichs Tourismus und KV-Verhandlungsleiterin für die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, Eva Eberhart. Frau Zehetner habe sich ausführlich Zeit genommen, um den bisherigen Verlauf der Verhandlungen bis zum Abbruch nachzuvollziehen. "Einig waren wir uns beim volkswirtschaftlichen Problem der hohen Personalfluktuation in der Branche, dass es hier dringend geeigneter Maßnahmen bedarf", berichtete Eberhart. Bezüglich weiterer Verhandlungen ist sie laut Gewerkschaft jedoch skeptisch.
Ein neues Angebot der WKÖ werde wohl auch Frau Zehetner nicht so einfach bewirken können, teilte die Gewerkschafterin in einer Aussendung mit. "Es stellt sich die Frage, ob die Arbeitgeber dazu bewegt werden können, für die Kolleginnen und Kollegen in den armutsgefährdeten Lohngruppen sowie für die Lehrlinge die Reallohnkürzungen in ihrem letzten KV-Vorschlag wieder zurückzunehmen", erneuerte sie ihre Forderungen.
Die WKÖ habe die KV-Verhandlungen "einseitig abgebrochen", weil die Gewerkschaft eine Abgeltung der rollierenden Inflation sowie eine Verbesserung der Arbeitsbedingungen gefordert hätte. Das Angebot der WKÖ hätte den Beschäftigten laut vida Reallohnverluste gebracht.
Ende Juni hatte die Wirtschaftskammer als Vertreterin der Arbeitgeberseite in einer Aussendung erklärt, die Kollektivvertragshandlungen 2026 für das Hotel- und Gastgewerbe seien "ohne Einigung abgeschlossen". Das von der Gewerkschaft abgelehnte Letztangebot könnten die Betriebe nun freiwillig umsetzen, hieß es weiters. Ansonsten gelte der Kollektivvertrag aus dem Jahr 2025 weiter.
"Wir zählen weiterhin auf den Brückenbau der Staatssekretärin, denn die Beschäftigten dürfen nicht untergehen", betonte Eberhart am Freitag. Die Gewerkschaft übergab Zehetner den Angaben zufolge einen Fragenkatalog zur Situation und Zukunft des heimischen Tourismus und seiner Beschäftigten.
