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Betrugs- und Kridaprozess gegen Benko in Innsbruck

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Benko steht erneut in Innsbruck vor Gericht
©APA, EXPA, JOHANN GRODER
Der gestrauchelte frühere Immobilien-Tycoon und Signa-Gründer René Benko muss sich am Mittwoch und Donnerstag einmal mehr als Angeklagter am Innsbrucker Landesgericht verantworten. Diesmal geht es in dem Schöffenprozess um den Verdacht des schweren Betrugs sowie der betrügerischen Krida. Der zentrale Punkt der Anklage: Benko soll die Privat- bzw. Familienstiftung des Industriellen Hans Peter Haselsteiner um rund 5 Mio. Euro betrogen haben.

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Konkret wirft die Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft (WKStA) dem Tiroler Ex-Unternehmer vor, gegenüber dem langjährigen Strabag-Chef bzw. Vertretern von dessen Familienstiftung am 6. November 2023 - knapp vor der Insolvenz der Signa Holding - eine "wahrheitswidrige Garantie" abgegeben zu haben, um sofort an das Geld zu kommen. Dadurch soll die Stiftung um ebenjene rund 5 Mio. Euro geschädigt worden sein. Der Krida-Vorwurf dreht sich indes um ein Jagdgewehr im Wert von 80.000 Euro, das der 49-Jährige gegenüber dem Insolvenzverwalter und den Gläubigern verheimlicht bzw. verborgen haben soll. Benkos Anwalt Norbert Wess wies beide Vorwürfe im Vorfeld vehement zurück.

Der 82-jährige Haselsteiner, ein langjähriger Geschäftspartner Benkos sowie Signa-Investor und Anteilseigner, wurde für den späten Mittwochvormittag als Zeuge geladen. Benko wird zum ersten Mal mit Fußfessel erscheinen. Der Tiroler befindet sich seit einigen Wochen im elektronisch überwachten Hausarrest. Die Verhandlungen sind an beiden Tagen jeweils von 8.45 Uhr bis 20.00 Uhr angesetzt. Für den Donnerstag wird mit einem Urteil gerechnet. Benko drohen im Falle eines Schuldspruchs bis zu zehn Jahre Haft.

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