ABO

Landesrechnungshof: Erste Fortschritte beim Flughafen Linz

Aktualisiert
Lesezeit
3 min
Erste Schritte zur Neuausrichtung des Flughafens wurden gesetzt
©MARKUS HAUSER, APA, FOTOKERSCHI.AT, Themenbild
Der oberösterreichische Landesrechnungshof (LRH), der 2025 in seiner Initiativprüfung die Fortführung des Flughafens Linz als "große Herausforderung" mit Blick auf die Finanzen bezeichnet hat, erkennt erste Schritte zur strategisch notwendigen Neuausrichtung. Die Prüfer hatten vergangenes Jahr vier Verbesserungsvorschläge gemacht, die entweder bereits umgesetzt wurden oder derzeit noch werden, so das Ergebnis der am Dienstag veröffentlichten Folgeprüfung.

von

News auf Google bevorzugen

"Die Vergabe der Strecke Linz-Frankfurt, Mittelzuführungen an die Flughafen Linz GmbH (FLG)" sowie die Übernahme der Anteile der Stadt Linz und des anschließenden Verkaufs von Geschäftsanteilen sieht Direktor Rudolf Hoscher als richtig gesetzte Maßnahmen. Die Empfehlung der Prüfer zur "vorherigen Abstimmung der künftigen Unternehmensstrategie zwischen den betroffenen Fachbereichen des Landes" sei vollständig umgesetzt. Auch dass die Abteilung Wirtschaft und Forschung an einer Zielvereinbarung mit der FLG für das Jahr 2027 sitze, wurde positiv bewertet. Ebenso, dass die neue Geschäftsführung "an einer Aktualisierung und Vertiefung der strategischen Ausrichtung arbeite".

Seit Jahren kämpft der Airport mit schwächelnden Passagierzahlen. Für die kommenden vier Jahre pumpt das Land insgesamt bis zu 36 Mio. Euro als Anschubfinanzierung in die Verbindung Linz-Frankfurt, die von der dänischen Linie DAT bedient wird. Bis 2035 sind laut dem LRH noch zusätzlich zwischen 27,6 und 45 Mio. Euro nötig - die Kosten zur Beseitigung zurückliegender Umweltschäden sind da noch nicht eingerechnet.

Wirtschaftslandesrat Markus Achleitner (ÖVP) wertet den Folgeprüfbericht als Bestätigung dafür, dass "notwendige Weichenstellungen für die Zukunft des Flughafens Linz gesetzt" worden seien. Mit der neuen Strategie sei "ein klarer Weg für die Weiterentwicklung aller Geschäftsfelder eingeschlagen" worden, betonte er. Die FPÖ sieht die "Übernahme durch das Land als Chance für den Flughafen", denn die geklärten Eigentümerverhältnisse "schaffen die Grundlage für den angestrebten Aufschwung", kommentierte Klubobmann Thomas Dim.

Für die SPÖ, die die Absicherung des Flughafens mitträgt und die ersten gesetzten Schritte anerkennt, sind noch "entscheidende Fragen offen: Wie läuft die Suche nach privaten strategischen Partnern, bis zu welchem Anteil, nach welchen Kriterien und in welchem Zeitplan?", so Verkehrssprecher Tobias Höglinger. Die Grünen sehen den Flughafen "zumindest mal auf die Startbahn geschoben". Was "das luftige Abenteuer" den Steuerzahlerinnen und Steuerzahlern koste, wisse noch niemand, merkte Klubobmann Severin Mayr an.

Nüchtern bewerten auch die NEOS das Ergebnis der Folgeprüfung: "Von vier geprüften Empfehlungen ist nur eine vollständig umgesetzt, zwei befinden sich in Umsetzung, bei einer wurden erst erste Schritte gesetzt", merkte Klubobmann Felix Eypeltauer an. Die MFG bemängelt, dass sich trotz mittlerweile gesetzter Maßnahmen "an den grundlegenden wirtschaftlichen Problemen des Flughafens" noch nichts ändere.

Monatsabo ab € 21,75
Ähnliche Artikel
2048ALMAITVEUNZZNSWI314112341311241241412414124141241TIER