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Für die Studie analysierte ein Forscherteam von der Goethe-Universität und der Columbia University in New York globale Wettervorhersagen des Europäischen Zentrums für mittelfristige Wettervorhersage für die Jahre 1985 bis 2020. Diese Daten verglichen sie mit tatsächlichen Wetterbeobachtungen. Eines der Ergebnisse lautete: Je höher das Einkommen eines Landes ist, desto genauer sind im Schnitt die kurzfristigen Temperaturvorhersagen. Die Qualität der Informationen hinter den Vorhersagen sei weltweit sehr ungleich verteilt, erklärte Manuel Linsenmeier von der Goethe-Universität. "Das ist besonders relevant, weil Wetterinformationen gerade dort einen hohen Wert haben, wo Menschen stark von wetterabhängigen Tätigkeiten leben", fügte Linsenmeier hinzu.
Die Lücke zwischen armen und reichen Ländern besteht weiterhin, obwohl die Vorhersagen seit den 80er-Jahren insgesamt deutlich besser wurden. Ein Grund dafür ist laut der Studie die Geografie. Kurzfristige Vorhersagen sind in den Tropen demnach schwieriger. Genau dort liegen jedoch viele Länder mit niedrigem Einkommen. Mit der Geografie können etwa zwei Drittel der weltweiten Unterschiede bei der Genauigkeit der Prognosen erklärt werden.
Ein weiterer Grund für die Unterschiede ist die meteorologische Infrastruktur. Ärmere Länder haben im Schnitt weniger Bodenwetterstationen und andere Messinstrumente, die Informationen liefern. Vorhandene Messsysteme übermitteln zudem teilweise auch seltener Daten.
Hinzu kommt, dass nur wenige Länder selbst globale Wettermodelle betreiben. Die meisten nationalen Wetterdienste greifen auf Vorhersagen einiger internationaler Zentren zurück. Um die Vorhersagen zu verbessern, sei internationale Zusammenarbeit wichtig. "Investitionen in bessere Beobachtungen in bisher schlecht abgedeckten Regionen kommen nicht nur den Menschen vor Ort zugute", erklärte Linsenmeier. Bessere Daten könnten auch die Prognosen über Ländergrenzen hinweg verbessern.
Children play football as they cool off in a water fountain as Spain experiences a heatwave, in Madrid on June 23, 2026. The Spanish national weather agency AEMET issued an orange heat warning, the second-highest level, for the Madrid region, with temperatures forecast to reach 40C. Large parts of Spain experience unusually high temperatures for June as a mass of hot air from North Africa moves across the Iberian Peninsula. (Photo by OSCAR DEL POZO / AFP)
