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"Forschung und Beobachtung" waren von Beginn an die Kernaufgabe der Einrichtung, hieß es am Donnerstag in einer Aussendung. Gefragt war vor allem das systematische Registrieren, zentrale Sammeln und Analysieren von meteorologischen Daten sowie der Ausbau des Messnetzes von anfangs 43 Stationen. Die technischen Möglichkeiten der Wettervorhersage haben sich seither grundlegend verändert. Satelliten, Wetterradar, internationale Messnetze, hochauflösende Prognosemodelle und Supercomputer liefern heute ein dreidimensionales Bild der Atmosphäre.
Knapp 300 automatische Wetterstationen betreibt die Geosphere derzeit in Österreich. Sie erfassen unter anderem Temperatur, Luftdruck, Feuchte, Wind, Niederschlag, Schnee, Sichtweite und Sonnenscheindauer. Die langen historischen Messreihen sind zudem eine wichtige Grundlage für die Beobachtung des Klimawandels.
Zunehmend kommt bei der Wetterprognose auch Künstliche Intelligenz zum Einsatz. "Eine vollständige Ablöse klassischer Modelle ist noch nicht absehbar, die Bedeutung von KI wird aber weiter steigen. Die Kombination der Stärken von herkömmlichen Modellen und KI ist die zentrale Herausforderung der kommenden Jahre", sagte Geosphere-Generaldirektor Andreas Schaffhauser. KI werde mittlerweile nicht mehr nur für Qualitätskontrollen und Spezialprognosen verwendet, sondern zunehmend auch für die eigentliche Vorhersagerechnung.
Neben der Prognose zählt die Warnung vor Extremwetter zu den zentralen Aufgaben der Geosphere. Ein vierstufiges Warnsystem informiert Bevölkerung, Krisenmanagement und Einsatzkräfte nicht nur über bevorstehende Ereignisse, sondern zunehmend auch über deren mögliche Auswirkungen. Über das von der Geosphere betriebene europäische Warnportal MeteoAlarm ist Österreich zudem mit den nationalen Wetterdiensten Europas vernetzt. Täglich generiert, misst und verarbeitet die Geosphere nach eigenen Angaben Milliarden von Daten.
