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"Wenn die duale Ausbildung attraktiv sein soll für junge Menschen, braucht es Berufsschulen, die technisch so ausgestattet sind, dass man am Zahn der Zeit ist", sagte Landeshauptmann Anton Mattle (ÖVP) bei dem Pressegespräch in der Fachberufsschule für Tourismus. Die Priorisierung der Schulen und Heime würde mittels Ampelsystem erfolgen. Den Großteil der Schulen und Heime stellte die Landesregierung entweder auf "Rot" mit hohem Sanierungs- bzw. Modernisierungsbedarf oder auf "Gelb" mit mittelfristigem Handlungsbedarf - nur eine Schule und ein Heim seien auf "Grün" mit geringem Sanierungsbedarf. "Rot" sei etwa die Tiroler Fachberufsschule am Lohbachufer in Innsbruck mit geplantem Baustart im Jahr 2028. "Einige Schulen und Heime sind auf 'Rot' gestellt. Genau dort wollen wir in den nächsten Jahren investieren, um zu betonen, dass die Lehrlinge von heute die Fachkräfte von morgen sind", so Landeshauptmannstellvertreter Philip Wohlgemuth (SPÖ).
Neben der Sanierung und Modernisierung arbeite die Bildungsdirektion auch an der Weiterentwicklung ausgewählter Berufsschulstandorte zu "Kompetenzzentren der beruflichen Bildung", hieß es. Diese sollen eine besondere fachliche Spezialisierung und eine enge Verbindung zur betrieblichen Praxis haben. Die ersten beiden Zentren sollen mit dem Schuljahr 2027/28 im Bereich Einzelhandel mit den Schwerpunkten Sportartikelhandel und Textilhandel eingerichtet werden.
Untersucht würde außerdem, ob es Vorteile bringe, wenn mehrere Tiroler Fachberufsschulen durch einen organisatorischen Verbund geführt werden. Im Westen Tirols soll so ein "Cluster" geprüft werden. "Bei den Fachberufsschulen in Landeck, Imst und Reutte macht ein Cluster Sinn - vielleicht gelingt es uns, eine Polytechnische Schule noch dazuzubekommen", ging Bildungslandesrätin Cornelia Hagele (ÖVP) ins Detail.
Außerdem soll ein Tiroler Berufsschulbeirat gegründet werden, in dem auch die Arbeiterkammer vertreten sein wird. Der ebenfalls bei der Pressekonferenz anwesende Arbeiterkammerpräsident Erwin Zangerl (ÖVP) merkte dazu an: "In dieser Plattform können wir Probleme und Entwicklungen diskutieren, was dazu führen soll, dass die Lehre den Stellenwert bekommt, der ihr zusteht."
Für die Bedeutung der regionalen Standorte sei die Lehrausbildung wichtig, zeigte sich auch Gemeindeverbandspräsident Karl-Josef Schubert (ÖVP) sicher. Er betonte, dass 50 Prozent der Investition von 200 Millionen Euro die Gemeinden stemmen müssten: "Die Tiroler Gemeinden brauchen gute Fachkräfte - für den Wohlstand in den Gemeinden aber auch für die ganzheitliche Stärkung der Region."
++ THEMENBILD ++ ZU APA0146 VOM 4.2.2021 - Die Tiroler Fahne aufgenommen am Donnerstag, 4. Februar 2021, auf der Gerlosplatte in Tirol. Tirols Landeshauptmann Günther Platter (ÖVP) hat am Donnerstag einer möglichen Isolation Tirols aufgrund der Ausbreitung der südafrikanischen Coronavirus-Variante eine Absage erteilt.
