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"Was vor drei Jahren nach Herausforderungen bei der Akkreditierung unseres Medizinstudiums begann, hat sich nun zu einer internationalen Erfolgsgeschichte entwickelt", so SFU-Professorin Manuela Födinger, unter deren Leitung das neue Curriculum erarbeitet wurde, zur APA. "Wir haben nicht an kleinen Stellschrauben gedreht, sondern haben ordentlich reingegriffen und die Lehre auf internationale Standards ausgerichtet." Herausstechendes Merkmal des neuen Studiums: Zusätzlich zur gängigen klinischen Ausbildung an der Universität werden die 220 Studierenden in allen 18 klinischen Disziplinen im Rahmen von Praktika auch direkt in Wiener Spitälern ausgebildet. Gestrichen wurden dagegen theoretische Teile: "Theorie können die Studierenden daheim lernen."
Das neue Medizin-Curriculum der größten Privatuni Österreichs basiert auf sogenannten "Entrustable Professional Activities" (EPA, in etwa "anvertraubare berufliche Fähigkeiten"). Das sind klar definierte Aufgaben, die Medizinerinnen und Mediziner am Ende ihrer Ausbildung sicher und selbstständig beherrschen müssen - etwa die Untersuchung eines Patienten oder die Entlassung einer Patientin aus dem Spital, was dabei besprochen werden muss und welche Punkte beachtet werden müssen.
In den insgesamt 23 Wochen umfassenden zusätzlichen Praktika ("Clerkships"), die verteilt über die beiden Studienjahre absolviert werden, sollen die Studierenden in kurzen Rotationen den Alltag in den einzelnen Fächern kennenlernen. Sie werden von der Uni selbst organisiert und dauern zwischen einem Tag (z.B. Pathologie, Labormedizin, physikalische Medizin) und fünf Tagen (z.B. Chirurgie, Anästhesie, Innere Medizin). Vor dem klinisch-praktischen Jahr wird ein zehnwöchiges Praktikum in der Chirurgie oder Inneren Medizin absolviert ("Contribution-to-Care-Clerkship"), wo die Studierenden als Mitglied eines Krankenhausteams auch Aufgaben in der Patientenversorgung übernehmen. Absolviert werden die Praktika in Einrichtungen des Wiener Gesundheitsverbunds (WIGEV), der Barmherzigen Brüder, der Vinzenz Gruppe und der Allgemeinen Unfallversicherungsanstalt (AUVA).
WIEN - ÖSTERREICH: FOTO: APA/Ben Leitner/Ben Leitner
