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Ausgangspunkt für die Berechnungen war der geografische Mittelpunkt je Gemeinde und Mindestfahrzeiten mit dem Auto zu allen öffentlichen Schulstandorten 2024/25 auf Basis von Open Street Map. Kärnten hat demnach bei fast allen Schultypen die längste durchschnittliche Anfahrtszeit, in Tirol und Oberösterreich dauert es besonders in die AHS länger. Vier Gemeinden kommen sogar auf eine Fahrzeit von über 50 Minuten, drei davon liegen in Tirol (Kaisers, Steeg, Sölden), eine in Kärnten (Lesachtal). Durchschnittlich 18 bzw. 17,7 Minuten muss man in Kärnten und Tirol mit dem Auto fahren, um eine AHS zu erreichen. In Oberösterreich sind es noch knapp 17, in Niederösterreich 16 Minuten.
Auch bei den BHS haben vier Gemeinden eine Fahrzeit von über bzw. rund 50 Minuten. Drei davon sind die oben genannten in Tirol sowie das niederösterreichische Dorfstetten. Im Bundesländerschnitt braucht es aus Gemeinden in Kärnten und Niederösterreich am längsten zur nächsten BHS mit je knapp 18 Minuten.
Kürzere Fahrzeiten sind es hingegen zu den Mittelschulen: Maximal 27 Minuten fährt man mit dem Auto in je einer Gemeinde in Tirol (Hinterhornbach) und in der Steiermark (Wildalpen) zur nächsten. Im Österreich-Schnitt sind es rund 6,3 Minuten.
Volksschulen sind von fast allen Gemeinden gut erreichbar. Nur in Radmer in der Steiermark dauert die Autofahrt über 22 Minuten. Die durchschnittliche Fahrzeit zur nächsten Volksschule ist mit knapp unter drei Minuten in der Steiermark - auf niedrigem Niveau - am höchsten, dahinter Kärnten (2,8 Minuten) und Niederösterreich (2,5 Minuten). Die kurzen Wegzeiten sind kein Wunder: 1.899 Gemeinden haben ihre eigene Volksschule. Im Vergleich: 761 haben eine eigene Mittelschule und nur 126 haben eine eigene AHS in ihrer Gemeinde.
Auch die Unterschiede zwischen urbanem und ländlichem Raum sieht man hauptsächlich im Bereich der höheren Schulen. Durchschnittlich über 18 Minuten braucht es aus ländlichen Gemeinden in die nächste AHS oder BHS, im Umland von Städten sind es zwölf bzw. 13 Minuten, im urbanen Raum selbst sind es nur etwas über sieben Minuten. Deutlich geringer sind die Unterschiede bei der Erreichbarkeit der Mittelschulen: knapp vier Minuten fährt man in den Städten, im Umland und am Land sind es 6,7 bzw. 6,6 Minuten. Fast keine Unterschiede gibt es hingegen bei den Volksschulen: Im Österreichschnitt sind es rund zwei Minuten Wegzeit, egal von wo.
Wien schneidet - wenig überraschend - bei allen Schultypen mit einer extrem kurzen Fahrzeit ab: Am längsten braucht man durchschnittlich in eine BHS mit 3,6 Minuten, dann in eine Sonderschule (3,5 Minuten), AHS (2,4 Minuten), Mittelschule (2,2 Minuten) und die Volksschule (1,8 Minuten).
Die Stadt-/Land-Unterschiede zwischen den verschiedenen Schultypen zeigen sich aber nicht nur beim Individualverkehr, sondern auch bei den öffentlichen Verkehrsmitteln. Das geht aus der Erreichbarkeitsanalyse 2025 der Österreichischen Raumordnungskonferenz (ÖROK) hervor, die die Erreichbarkeit österreichischer Regionen durch den öffentlichen Verkehr untersucht. Demnach sind Volksschulen grundsätzlich sehr gut und Unterstufenklassen gut erreichbar. Erst ab der Oberstufe (also bei den 15- bis 19-Jährigen) ist die ÖV-Erreichbarkeit der Schulen in ländlichen Bezirken teilweise deutlich erschwert.
WIEN - ÖSTERREICH: FOTO: APA/APA/rfk
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Illustration zum Thema "Schulbeginn / Schule / Schulanfang /Kindergarten / Betreuung / Bildung" - Ein Wegweiser mit der Aufschrift "Schule" und "Kindergarten", aufgenommen am Dienstag, 25. August 2026.
