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Diese müssten im Einklang mit dem Ziel auf EU-Ebene stehen, den Bodenverbrauch bis zum Jahr 2050 auf Netto-Null zu reduzieren, hieß es in einer Aussendung am Dienstag. Man verwies zudem auf den notwendigen besseren Schutz "hochwertiger landwirtschaftlicher Böden, ökologisch wertvoller Freiräume" sowie Flächen, die wiederum für den Schutz vor Naturgefahren eine Rolle spielen. Leerstände, Brachflächen und untergenutzte Gebäude müssten stärker in den Fokus der Planung rücken.
"Wer in der Klimakrise Boden verbraucht, verliert Sicherheitsreserven", wurde Agrarwissenschafter Franz Fehr von der Universität für Bodenkultur (Boku) Wien zitiert: "Je mehr Böden verbaut und zerstört sind, desto geringer ist unsere gesellschaftliche Anpassungsfähigkeit an die immer heißeren Sommer." Gaby Krasemann, Expertin für Stadtplanung an der Universität Klagenfurt, sieht Österreich "im Scheinbodenschutz" feststecken.
"Im aktuellen Drei-Jahres-Durchschnitt werden österreichweit immer noch rund 6,5 Hektar Boden pro Tag (laut der Österreichischen Raumordnungskonferenz, Anm.) neu in Anspruch genommen. Das seit 2002 bestehende politische Ziel von 2,5 Hektar pro Tag wird damit weiterhin deutlich verfehlt; die wissenschaftlich gestützte Forderung nach einer Netto-Null-Neuversiegelung wurde ohnehin nie ernsthaft in Erwägung gezogen", heißt es in dem von der Fachgruppe Bodenverbrauch verfassten Schreiben, in dem fünf Punkte - verbindliche Ziele, eine Anerkennung der Ökosystemleistungen, die Nutzung des Bestandes, "Kooperation statt Konkurrenzdenken" und eine aktive Gestaltung der Entwicklung - aufgeführt sind. Verfasst wurden sie auch im Hinblick auf den heuer besonders heißen Sommer und die Rolle, die intakte Böden für die Anpassungsfähigkeit der Gesellschaft "an die immer heißeren klimatischen Bedingungen" spielen.
(S E R V I C E - Offener Brief von "Scientists for Future": https://go.apa.at/Hlu8nUcx )
