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Schach-KI-Überlegenheit fußt im Aushalten von mehr Komplexität

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KI hat Konditionsvorteile
©APA, dpa-Zentralbild, Klaus-Dietmar Gabbert
Forschende des Complexity Science Hub (CSH) und der Universität Parma (Italien) haben in einer im Fachblatt "APS Open Science" vorgestellten Studie untersucht, was auf Künstlicher Intelligenz (KI) fußende Systeme zu erfolgreichen und menschlichen Kontrahenten vielfach überlegenen Schachspielern macht. Das Fazit der Wissenschafter um Vito D. P. Servedio ist, dass sich KI-Schachprogramme durch einen anderen Zugang im Umgang mit Komplexität auszeichnen. Demnach halten die Systeme es sozusagen besser aus, Spielsituationen aufrechtzuerhalten, in denen besonders viele Optionen offenstehen und -bleiben.

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Während menschliche Spielerinnen und Spieler eher dazu tendieren würden, Komplexität tunlichst zu reduzieren und Partien in besser vorhersagbare Bahnen zu lenken, macht der KI der von Experten als "strategische Spannung" bezeichnete Zustand offenbar weniger aus. Wenngleich Spitzenspieler im Mittelspiel teils sogar auf größere Spannung setzen als KI-Systeme, reduzieren Erstere sie im Fortgang des Spiels. Nicht so die KI, die je nach zur Verfügung stehender Rechenkapazität weiter Stellungen aufrechterhält, die über das gesamte Schachbrett verteilt mehr Varianten zulassen. "Eine leistungsstarke KI kann viele Möglichkeiten gleichzeitig offenhalten, während Menschen Stellungen oft vereinfachen, weil das Management all dieser Wechselwirkungen kognitiv sehr anspruchsvoll ist", wird Servedio in einer CSH-Aussendung zitiert.

Service: https://doi.org/10.1103/63cv-52fj

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