von
Die Auszeichnung geht an Forscher unter 40 Jahren, die in ihrem Fach außergewöhnliche und international beachtete Erfolge erzielt haben. Pichler erhielt den Preis für seine "bahnbrechenden Beiträge zur theoretischen Physik an der Schnittstelle von Quantenoptik, Quanteninformation und Vielteilchenphysik", wie es hieß. Für die Innsbrucker Quantenphysik ist es laut eigenen Angaben die zweite Auszeichnung dieser Art: 2017 wurde Francesca Ferlaino, ihres Zeichens Österreichs "Wissenschafterin des Jahres 2025", mit dem Feltrinelli-Preis in Physik ausgezeichnet.
Pichler ist Professor für Theoretische Physik mit dem Schwerpunkt Quantenoptik an der Universität Innsbruck und wissenschaftlicher Direktor am Institut für Quantenoptik und Quanteninformation der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW). Sein Forschungsgebiet umfasst Quantenoptik, Quanteninformationsverarbeitung und Quantenvielteilchenphysik. Er wurde bereits mehrfach ausgezeichnet: 2022 erhielt er einen ERC Starting Grant des Europäischen Forschungsrats, 2023 den Hans-und-Walter-Thirring-Preis und den New Horizons in Physics Prize der Breakthrough Prize Foundation, 2024 folgten der Forschungspreis der Stiftung Südtiroler Sparkasse und der Ignaz L. Lieben-Preis der Österreichischen Akademie der Wissenschaften.
Die internationalen Hauptpreise im Rahmen der Feltrinelli-Auszeichnung wurden in diesem Jahr übrigens an den Chemiker Hiroaku Suga, die Immunologin Marina Cavazzana, den Literaturwissenschaftler Wang Hui und den Philologen Furio Brugnolo verliehen. Der Preis geht auf das Vermächtnis des Mailänder Unternehmers und Finanziers Antonio Feltrinelli (1887-1942) zurück, der sein persönliches Vermögen der Förderung von Wissenschaft und Kunst widmen wollte. In seinem Testament von 1936 verfügte er die Einrichtung eines Fonds, der - nach dem Vorbild der Nobelstiftung - Menschen auszeichnen sollte, die sich durch herausragende Leistungen in Künsten und Wissenschaften verdient gemacht haben.
ROM - ITALIEN: FOTO: APA/David Jordan/David Jordan






