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Die Zahlen seien "ernüchternd". Nur ein Drittel der Arten wurde als ungefährdet eingestuft, 16 Prozent seien in der Vorwarnstufe. Gegenüber 2001 seien zwar 19 Arten in ihrer Gefährdung herabgestuft worden, bei 13 Arten erhöhte sich der Gefährdungsgrad. Fünf neue Arten kamen hinzu, zwei wurden gestrichen. Die Klimaveränderung begünstige die Ansiedlung wärmeliebender Libellenarten. Zugleich machen Austrocknung der Landschaft, naturferne Hochwasserschutzmaßnahmen und andere Lebensraumveränderungen alteingesessenen Arten das Leben schwer.
Als Besonderheit findet sich in Vorarlberg etwa die Helm-Azurjungfer. Diese komme derzeit in Österreich nur im Ländle vor, seit eine Lebensraumumgestaltung ein historisches Vorkommen in Nordtirol erlöschen habe lassen. Die Große Moosjungfer, von der sich in der inatura-Sammlung nur ein einziger historischer Beleg fand, konnte dagegen im Moorgebiet Turbastall bei Schlins (Bez. Feldkirch) und im Fohramoos oberhalb von Dornbirn und Schwarzenberg wiederentdeckt werden. Vom Aussterben bedroht sind etwa die Hochmoor-Mosaikjungfer und die Gefleckte Heidelibelle.
Die neue Rote Liste wurde von Werner Holzinger und Brigitte Komposch-Holzinger vom Ökoteam Graz aus rund 10.800 Datensätzen erstellt, neben Felderhebungen, historischen Angaben und Sammlungsmaterial griffen die Forschenden dabei auch auf Meldungen aus Citizen Science-Plattformen zurück. Letztere hätten die Datenlage in den vergangenen Jahren stark verbessert, hieß es. In Vorarlberg ist die Erstellung Roter Listen gesetzlich in der Naturschutzverordnung verankert, eine solche Verpflichtung gibt es laut inatura in keinem anderen Bundesland.
(S E R V I C E - Link zur Roten Liste der Libellen Vorarlbergs 2026: https://www.inatura.at/forschung-und-wissen/rote-listen/rote-liste-libellen)






