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"Q." - Neuer Wiener "Raum für Wissenschaft" nimmt Gestalt an

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Der Jesuitensaal wurde im Zuge der Arbeiten restauriert
©APA/APA/David Schreyer/BIG/David Schreyer
Auf rund 4.000 Quadratmetern soll ab Mai 2027 im Herzen Wiens die Forschung und die Arbeitsweise der Wissenschaft in neuen Räumen in alten Gemäuern vermittelt werden. Unter dem Namen "Q. Dein Raum für Wissenschaft" haben sich Forschungseinrichtungen zusammengetan, um auch etwas gegen Wissenschaftsskepsis zu tun, wie es am Dienstagnachmittag zum offiziellen Baustart hieß. Gebaut wurde aber freilich schon vorher am 17 Millionen Euro teuren Projekt.

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Die Baustelle sei schon "voll in swing", wie Q.-Gründungsdirektor Christopher Lindinger sagte. Als erstes "kleines Projekt" wurde die Deckenrestaurierung im Jesuitensaal oder "Jesuitentheater" im obersten Geschoß des in seinen Grundmauern aus dem 17. Jahrhundert stammenden Gebäudes zwischen der Wollzeile und der Bäckerstraße im ersten Wiener Gemeindebezirk abgeschlossen. Unter den "vielen Unterstützerinnen und Unterstützern" war auch die Jesuitengemeinschaft in Wien.

Bei der inhaltlichen Umsetzung setze man in der von der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW), der Universität Wien und der Technischen Universität Wien getragenen Einrichtung neben dem Einbeziehen von rund 70 Wissenschafterinnen und Wissenschaftern auch auf Kooperation mit Zivilgesellschaft - allen voran Schülerinnen und Schülern. Man ziehe hier ein Projekt von "gesellschaftspolitischer Wichtigkeit" hoch, zeigte sich Lindinger überzeugt.

Dass die Möglichkeit, "mitmachen zu können", Teil des Konzepts sei, hob auch Wissenschaftsministerin Eva-Maria Holzleitner (SPÖ) hervor - ebenso wie die Tatsache, dass hier Unis und außeruniversitäre Einrichtungen zusammenarbeiten. So stehe das "Q" für englisch "Question" - also "Frage" -, man wolle aber auch Antworten geben, in einer Welt, in der Desinformationen einen Aufschwung erleben.

Bildungsminister Christoph Wiederkehr (NEOS) sprach vom Entstehen eines "Raumes für eine gute Zukunft". Dieser soll dabei helfen, der Wissenschaft wieder mehr Akzeptanz zukommen zu lassen. Denn das Negieren von wissenschaftlich abgesicherten Fakten sei eben auch eine Gefahr für Demokratie und letztlich für den Fortschritt. Wiederkehr zeigte sich überzeugt, dass das neue Angebot etwa von Schulen gerne wahrgenommen und viele Generationen positiv prägen wird.

Schon der Eingangsbereich soll nach dem Umbau "die Menschen in das Gebäude hereinziehen", wie Christine Dornaus, Geschäftsführerin der Bundesimmobiliengesellschaft (BIG), erklärte. Man öffne daher den Durchgang des denkmalgeschützten Gebäudes in der Wollzeile Richtung Bäckerstraße. Verantwortlich für die Planung sind Mohr Niklas Architekten. Durch die Öffnung des Erdgeschosses möchte man die einstige "Aula der Wissenschaften" wieder "näher an die Stadt bringen", so die Verantwortlichen. Der Vorplatz soll als konsumfreier Raum gestaltet werden, im Erdgeschoß gibt es dann auf einer Seite Gastronomie und auf der anderen Seite den Zugang zu den Ausstellungsräumen in der Etage darüber.

Hier soll auch das Thema "Scientific literacy" und damit Wissen über die Arbeitsweise von und die Mechanismen hinter der Wissenschaft und Forschung vermittelt werden. Dazu gibt es eine Reihe an Workshopräumen und Platz für wechselnde Sonderausstellungen. Im zweiten Stock will man den repräsentativen Jesuitensaal auch weiter für Veranstaltungen vermieten, so das Konzept.

Für ÖAW-Präsident Heinz Faßmann setzt man mit "Q." eine "Landmark in Wien". Dass das in breiter Kooperation passiert, sei umso positiver. "Wir müssen die Menschen davon überzeugen, wie wichtig Wissenschaft ist", sagte Faßmann. Dem pflichtete Uni-Wien-Rektor Sebastian Schütze bei: Man komme hier an junge Leute heran, "bevor sie in Vorurteilen versunken sind", zeigte er sich überzeugt. Sehe man sich an, dass in den USA das Vertrauen in Unis unter 30 Prozent gesunken sei - man in Österreich immerhin bei rund 80 Prozent liege, wie Umfragen zeigen - mache klar, dass es in dem Bereich auch hierzulande noch eine Menge Menschen zu überzeugen gelte, so TU-Wien-Rektor Jens Schneider.

(S E R V I C E - https://qscience.space )

WIEN - ÖSTERREICH: FOTO: APA/APA/David Schreyer/BIG/David Schreyer

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