Mit einem "digitalen Zwilling" der am 19. September vor exakt 35 Jahren entdeckten Gletschermumie "Ötzi" wartet die mit der Erforschung betraute Aufbewahrungsstelle, das Südtiroler Archäologiemuseum, nun auf, wie man in einer Aussendung mitteilte. Das umfassende Datenmaterial, das mittels dreidimensionaler CT-Daten sogar den Blick in das Innere der über 5.000 Jahre alten Mumie erlaubt, wurde kürzlich in der Fachzeitschrift "Heritage" vorgestellt.
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Angefertigt wurde die virtuelle Rekonstruktion in Submillimeter-Auflösung von einem Team unter der Leitung des Archäologen Luca Bezzi. Mit dem Zwilling "entsteht ein vielseitiges Werkzeug für konservatorische, archäologische und forensische Fragestellungen", wird Bezzi zitiert. Das ermöglicht neue Einsichten, ohne dafür den fragilen, über Jahrtausende konservierten Körper aus seiner Kühlkammer entnehmen zu müssen. Ebenso detailliert einzusehen sind die zahlreichen Funde, die 1991 neben dem Leichnam geborgen wurden.
