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Neues Buch vermisst die "Karnische Krise"

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Vulkanaktivitäten veränderten die Erde
©APA/APA/AFP/ARNOLD WELIANTO
Vor rund 235 bis 233 Millionen Jahren ereignete sich auf der ganzen Erde ein Massensterben infolge von dramatischen Klimaveränderungen, ausgelöst durch massive Vulkanaktivitäten. Einer der weltweiten Hotspots, was das Auffinden von Überbleibseln aus jener Zeit betrifft, ist Österreich. Rund 20.000 Fossilien aus der alpinen Triaszeit finden sich mittlerweile im Naturhistorischen Museum (NHM) Wien. In einem neuen Buch setzen sich nun NHM-Forscher Alexander Lukeneder, andere Wissenschafterinnen und Wissenschafter, aber auch Laienforschende mit der Aufarbeitung auch von neuen Funden auseinander, die im Rahmen von ausgedehnten Forschungsprojekten mit Unterstützung der Freunde des NHM, der Akademie der Wissenschaften (ÖAW) und des Landes Niederösterreich gehoben wurden.

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Zu Tage kommt hier ein "unerwartet komplexes Ökosystem", das sich "an der Schnittstelle zwischen Regenwald und tropischem Meer" befand, heißt es in einer Aussendung des Museums. So war die heute alpine Region einst von einem Monsun-System geprägt. Die einzigartigen "Konservat-Lagerstätten" umfassen Ammoniten, Tintenfische, Muscheln, Schnecken, Krebse, Borstenwürmer, Fische, wie Quastenflosser sowie Lungenfische. Es finden sich darin sogar erhaltene Weichteile wie Muskel- oder Knorpelreste. "Fundstellen zur Karnischen Krise sind weltweit bekannt. Weltweit einzigartig ist aber die Ausbildung dieses außerordentlich gut erhaltenen Konservat-Lagerstättengürtels in den Alpen Österreichs", heißt es.

Service: Alexander Lukeneder et al.: "Late Triassic Konservat-Lagerstätten within the Carnian Pluvial Episode. 150 Years of Scientific Excavations in Austria", Springer Verlag, 600 Seiten. https://link.springer.com/book/10.1007/978-3-032-19777-1

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