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Für die Untersuchung ließen die Forscher der Universitäten Freiburg und Basel 43 gesunde Personen eine neunstellige Zahlenfolge so schnell und genau wie möglich auf einer Tastatur tippen. Die Teilnehmenden absolvierten den Versuch zweimal: einmal am Tag nach der Einnahme von 100 Mikrogramm LSD und einmal am Tag nach der Einnahme eines Placebos.
Beim eigentlichen Üben zeigte sich zunächst kein Unterschied zwischen den beiden Bedingungen, wie die Forschenden im Fachjournal "Neuropsychopharmacology" berichten. Anders sah es nach einer Pause aus. 80 Minuten nach dem Training konnten die Teilnehmenden die eingeübte Abfolge nach der LSD-Einnahme schneller ausführen, ohne dabei mehr Fehler zu machen.
Dieses sogenannte Offline-Lernen, bei dem Gelerntes ohne aktives Üben gefestigt wird, wurde durch LSD also besser. Welche Mechanismen dahinterstecken, ist noch unklar.
Denkbar sei, dass das Gehirn nach der Einnahme für eine gewisse Zeit besonders formbar bleibe. Aber auch Veränderungen von Aufmerksamkeit, Motivation oder Wachheit könnten eine Rolle spielen, hieß es von der Universität.
(Fachartikelnummer DOI: https://doi.org/10.1038/s41386-026-02454-7)
SYMBOLBILD - 26.02.2024, Sachsen, Leipzig: Verschiedene Tabletten, Kapseln und Dragees liegen auf einem Tisch. (zu dpa: «Was bedeuten Trumps Zölle auf Arzneien für Deutschland?») Foto: Hendrik Schmidt/dpa +++ dpa-Bildfunk +++.
