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Eine Gruppentherapie kann aber für viele Betroffene auch eine hilfreiche Erfahrung sein. Besonders die starke Akzeptanz, die Teilnehmende in der Gruppe erleben, könne häufig enorm entlasten, sagt Beschoner.
Eine Gruppentherapie sollte nicht als "abgespeckte Alternative" zur Einzeltherapie verstanden werden. Beide Therapieformen hätten unterschiedliche Schwerpunkte und könnten sich ergänzen. In der Einzeltherapie ließen sich persönliche Themen besonders individuell bearbeiten. In der Gruppe könnten dagegen soziale Erfahrungen und Beziehungsmuster unmittelbar sichtbar werden.
Auch Studien deuten darauf hin, dass Gruppentherapie bei bestimmten psychischen Erkrankungen wirksam sein kann. Für einzelne Störungsbilder zeigen Metaanalysen eine vergleichbare Wirksamkeit von Gruppen- und Einzeltherapie.
Ob eine Gruppentherapie geeignet ist, hängt unter anderem vom Krankheitsbild, der persönlichen Situation und dem aktuellen Unterstützungsbedarf ab. Das sollte in einer psychotherapeutischen Sprechstunde oder im Gespräch mit der behandelnden Fachkraft geklärt werden. Auch eine Kombination aus Einzel- und Gruppentherapie ist möglich.
THURNAU - DEUTSCHLAND: FOTO: APA/APA/dpa/gms/Daniel Vogl/Daniel Vogl
