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Die Lesepatinnen und -paten - im Einsatz sind Freiwillige von der Studentin bis zum Pensionisten - sollen den Kindern in Schulen, aber auch Bibliotheken und anderen Bildungseinrichtungen zusätzliche individuelle Lesezeit ermöglichen. Dadurch soll die Leseflüssigkeit und das Leseverständnis der Kinder verbessert und gleichzeitig deren Motivation und Selbstvertrauen gesteigert werden. Aus Sicht des Bildungsressorts hat sich das Programm bewährt, die Lesepaten leisteten einen "unverzichtbaren Beitrag zur Förderung der Lesefreude und der Sprachentwicklung", hieß es am Donnerstag in einer Aussendung. Die Aufstockung der Fördermittel um 120.000 Euro für jene Organisationen, die ehrenamtliche Lesepaten ausbilden, begleiten und vernetzen, sieht man als "Grundlage für eine qualitativ hochwertige und flächendeckende Leseförderung in ganz Österreich".
Die Bundesregierung habe sich die Stärkung der Grundkompetenzen, vor allem der Lesekompetenz, als einen der zentralen bildungspolitischen Schwerpunkte vorgenommen, betonte Minister Christoph Wiederkehr (NEOS). Leseförderung soll fächerübergreifend in allen Gegenständen stattfinden mit dem Ziel, dass alle Kinder und Jugendlichen - unabhängig von Herkunft und Familiensprache - flüssig und sinnerfassend lesen können. Neben dem Lesepatenprogramm soll auch das Lesegütesiegel für Schulen, die Lehrerfortbildung in diesem Bereich und das Angebot an speziellem Unterrichtsmaterial ausgebaut werden. In der "Kronen Zeitung" hat Wiederkehr zuletzt auch die Einführung einer täglichen Leseeinheit an den Schulen angekündigt. Ähnlich wie beim sogenannten "Leseband" in Deutschland soll - unabhängig vom Fach - täglich eine fixe Unterrichtszeit für gezieltes Lesetraining reserviert sein. Details soll es bis Ende des Jahres geben.
ARCHIV - 17.04.2014, Hamburg: Eine Mentorin und ein Schüler lesen in einer Grundschule ein Buch. (zu dpa: «Freiwilligenagenturen mit Finanzsorgen - Leises Sterben?») Foto: Maja Hitij/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
